Einweihung neuer Räumlichkeiten der Arche Hannover

Im November 2015 hat die Arche mit einer „Evangelium für unser Land“-Veranstaltung eine Gemeindegründungsarbeit in Hannover-Langenhagen begonnen.
Nachdem wir gut ein Jahr lang unsere Gottesdienste im Hotel „Achat“ feierten, wurde der Versammlungsraum zu eng. Wir haben uns deshalb auf die Suche nach einem neuen Gottesdienstraum gemacht und sind mit Gottes Hilfe nun im Zentrum Hannovers fündig geworden. Wir möchten diese schönen neuen Räume

am 19.02.2017 um 10:30 Uhr

mit einem offiziellen Eröffnungsgottesdienst

einweihen. Dazu laden wir ganz herzlich in die Osterstraße 1 in 30159 Hannover ein. Ihr findet uns dort in der 1. Etage (ein Fahrstuhl ist vorhanden).

Im Mittelpunkt wird das gepredigte Wort Gottes stehen, denn der Glaube kommt aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi. Pastor Christian Wegert wird die Einweihungspredigt halten. Wir werden mit einer Musikgruppe aus der Arche Hamburg gemeinsam den Herrn loben und im Anschluss Gemeinschaft bei einem kleinen Imbiss haben. Herzlich willkommen!

Arche-Regionalonferenz in Kaiserslautern

Vom 10.-12. März laden wir herzlich zu einer Arche-Konferenz in die „Hoffnungskirche“ nach Kaiserslautern ein. Die Pastoren Christian Wegert und Andy Mertin sprechen zum Thema „Das Evangelium der Gnade – 500 Jahre Reformation“.

Am Sonntag, 12. März um 15:30 Uhr, laden wir dann ganz herzlich zu einem „Evangelium für unser Land“- Gottesdienst ein.

Beide Veranstaltungen finden in der

„Hoffnungskirche“
Landolfstraße 1
67661 Kaiserslautern statt.


Programm:

Freitag, 10.03.
19:30 Uhr „Souveräne Gnade“ (Andy Mertin)

Samstag, 11.03.
15:00 Uhr „Bewahrende Gnade“ (Christian Wegert)
16:30 Uhr „Rettende Gnade“ (Andy Mertin)
19:30 Uhr „Das Wort der Gnade“ (Christian Wegert)

Sonntag, 12.03.
10:00 Uhr „Grenzenlose Gnade“ (Andy Mertin)
15:30 Uhr Evangelium für unser Land – „Mit Zuversicht beten“ (Christian Wegert)

 

Das Arche Pastoren Kolleg – Vorlesungsmodule 2017

Das Pastoren Kolleg der Arche ist eine Einrichtung, die junge Männer auf einen pastoralen Dienst vorbereiten und Pastoren in ihrer Arbeit stärken möchte. Dadurch wollen wir unser Anliegen fördern, evangeliumszentrierte Gemeinden zu gründen und bestehende zu unterstützen.
Die Vorlesungsmodule sind biblisch und theologisch fundiert, wodurch die Studenten in der gesunden Lehre des Wortes Gottes gut gegründet werden. Ziel ist es, Pastoren auszubilden, die das Evangelium von Jesus Christus leben und lehren.
Junge Männer, die einen Ruf für den geistlichen Dienst verspüren, und Pastoren sind herzlich eingeladen, sich unter der e-Mail Adresse pastorenkolleg@arche-gemeinde.de zu melden. Gerne führen wir ein Gespräch über eine erste Teilnahme als Gaststudenten am Arche Pastoren Kolleg.

Vorlesungsmodule 2017

Altes Testament Teil 2
27. – 31. Januar 2017 
mit Pastor Dr. Iain Duguid,
Prof. am Westminster Theolog. Seminar

Persönliches Wachstum
24. – 25. März 2017 mit Pastor Markus Kniesel,
Arche Hamburg

Islam
27. – 28. März 2017 mit Titus Vogt,
Martin Bucer Seminar, Hamburg

Systematische Theologie Teil 4
14. – 18. Juli 2017 
mit Pastor Jeff Purswell,
Pastors College Sovereign Grace Gemeindebewegung

Pastorale Briefe
08.-12. September 2017 
mit Dr. Ray Van Neste,
Prof. Biblische Studien am R.C. Ryan Centre

Hinweis:
Teilnahme nach Rücksprache mit Pastor Markus Kniesel unter
pastorenkolleg@arche-gemeinde.de

Der Flyer kann <hier> heruntergeladen werden

Ich tat nichts – das Wort tat alles

Das neue Jahr steht ganz im Zeichen von 500 Jahren Reformation. Kirche, Politik und Gesellschaft erinnern mit verschiedenen Ausstellungen, Konzerten und Gottesdiensten an den Thesenanschlag in Wittenberg. In dem umfangreichen Veranstaltungskalender des Jubiläumsjahres mag manch wertvoller Beitrag hinsichtlich dieses historischen Ereignisses zu finden sein. Doch es fällt auf, dass das wesentliche Anliegen der Reformatoren heute leider kaum noch berücksichtigt wird. Ihnen ging es in erster Linie doch nicht um politische oder gesellschaftliche Veränderungen, sondern um einen geistlichen Aufbruch zurück zum Wort Gottes. Denn als Martin Luther die 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg nagelte, gab es in Europa kaum noch Prediger des wahren Evangeliums. Die Kanzel war von der römisch-katholischen Kirche zur Nebensache degradiert worden. An erster Stelle standen die heilige Messe, Rituale und Zeremonien. Auslegende Predigten von biblischen Texten waren dagegen völlig verloren gegangen. In den Gottesdiensten gab es kurze lateinische Ansprachen, die die Mehrheit der Besucher nicht verstehen konnte. Martin Luther klagte: „Gottes Wort wurde zum Schweigen gebracht, nur noch das Lesen und Singen ist der Kirche geblieben. Dies ist der schlimmste Missstand. … Ein Wust an unchristlichen Fabeln und Lügen, Legenden und Hymnen wurde eingeführt, sodass es mir graust.“[1] Dies war der düstere Zustand der damaligen Kirche.

Die Wiederbelebung der Predigt tut not

Das erinnert uns an die heutige Zeit. Auf vielen Kanzeln unseres Landes ist das Wort Gottes erneut zur Nebensache geworden. Statt es glaubensfördernd zu predigen, wird es infrage gestellt. Oft wird es von Anekdoten, Gedichten und Liedtexten derart an den Rand gedrängt, dass es kaum noch Beachtung findet. Die Bibel wird als ein gewöhnliches Buch unter vielen betrachtet, aber selten als die Stimme des lebendigen Gottes. Diese Entwicklung ist tragisch. Die Folge davon ist, dass die Menschen sich vom Herrn abwenden und von Ihm und Seinen guten Geboten nichts mehr wissen. Es bricht uns das Herz, diese geistliche Entwicklung in Deutschland zu sehen und zugleich zu wissen, dass unser Land ohne Jesus Christus verlorengeht. Aber woher sollen die Menschen denn von dem Sohn Gottes wissen, wenn niemand da ist, der ihnen von Ihm erzählt? „Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne Prediger?“ (Römer 10,14). 500 Jahre nach der Reformation brauchen wir dringender als je zuvor eine Wiederbelebung der Verkündigung, denn der Glaube kommt aus der Predigt, „die Predigt aber durch die Verkündigung des Wortes Gottes“ (Römer 10,17).

Dieses Anliegen brennt uns als Arche auch für das neue Jahr auf dem Herzen. Mit Gottes Hilfe möchten wir weiter „das Wort predigen“ – nicht nur in Kirchengebäuden, sondern auch im Fernsehen und im Internet. TV-Geräte, Laptops und Smartphones sind die Marktplätze von heute, auf denen die Menschen viel Zeit verbringen. Dort, wo sie sind, wollen wir sie mit dem Evangelium erreichen und auch in 2017 an diese modernen Hecken und Zäune gehen und das Wort Gottes predigen.

Inhalt der Predigt muss die Bibel sein

Die Reformation war also zuallererst eine Wiederbelebung der Verkündigung. Doch wir müssen beachten, dass es sich dabei nicht einfach um einen größeren Redeanteil des Pastors im Gottesdienst handelte. Entscheidend war der Inhalt der Predigt. Diesen bezogen die Reformatoren aus der Bibel. John Brodarus, ein Professor des 19. Jahrhunderts, schrieb dazu: „Anstatt lange und oft fabelhafte Erzählungen von Heiligen und Märtyrern, Wundern, Passagen aus philosophischen Werken … predigten diese Männer die Bibel.“[2] Sie liebten ihre Bibel. Sie vertieften sich im persönlichen Studium immer weiter in sie hinein. Auf der Kanzel dann schlugen sie das Wort Gottes auf und ließen die Texte der Heiligen Schrift sprechen. Sie erklärten, legten aus und proklamierten die Wahrheiten Gottes. Dabei erlebten sie, wie das Wort Gottes „lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert“ ist und bis in das Innerste hineindringt (Hebräer 4,12).

Sie predigten, wie auch Petrus es tat. Seine Pfingstpredigt zum Beispiel war ganz und gar von der Bibel durchtränkt. Immer und immer wieder nahm er Bezug auf biblische Texte. Er zitierte zum Beispiel aus Joel 3, aus Psalm 16 und Psalm 110. Das Wort Gottes war Grundlage seiner Rede. Seine Predigt war expositorisch, d. h. er legte die Schrift aus. Er stand nicht auf und tat seine persönliche Meinung über gesellschaftliche Entwicklungen kund. Er wollte auch nicht seinen Zuhörern gefallen. Er redete ihnen nicht nach dem Mund, sondern führte sie direkt und ohne Umwege zu Gottes Wort. Dabei nahm er kein Blatt vor den Mund, sondern konfrontierte sie mit ihrer großen Schuld vor Gott. Er zeigte ihnen auf, dass sie alle am Tod Jesu Christi schuldig geworden waren. Aber dann rief er ihnen zu, dass jeder, der den Namen des Herrn Jesus anruft, errettet wird (Apostelgeschichte 2,21-22). Als die Zuhörer das hörten, „drang es ihnen durchs Herz“ (Vers 37). Und nachdem sie Buße getan hatten und sich hatten taufen lassen, wurden 3000 Menschen der Gemeinde hinzugetan (Verse 38-41).

Liebe Freunde der Arche, lasst uns nicht das Vertrauen in die Kraft des Wortes verlieren. Die Bibel ist und die Bibel bleibt Grundlage erwecklicher Predigt. Dies war bei den Aposteln so und dies war auch das Erkennungszeichen der Reformation. Möge die Hingabe zur Bibel unsere Herzen neu entfachen, damit ihr Evangelium noch viele Herzen erreicht und errettet!

Nicht aus Werken, sondern aus Gnade

Mit dem Eifer für das Wort Gottes stellte sich auch eine Wiederentdeckung der Gnadenlehren ein. Die Lehre von der göttlichen Souveränität bei der Erlösung eines Menschen war damals vollkommen verschwunden. Sie wurde durch die falsche Lehre von der Gerechtigkeit aus Werken ersetzt, was die Menschen furchtbar knechtete. Als man aber wieder die biblische Gnadenlehre erfasste, wurde sie von allen Reformatoren verkündigt und so zu einem Leitspruch der Reformbewegung: Sola Gratia – aus Gnade allein!

Martin Luther wäre zuvor ja beinahe an der Gerechtigkeit Gottes verzweifelt – bis er schließlich erkannte, dass er mit seinen noch so gut gemeinten Werken vor Gott nicht bestehen konnte. Als er auf der einen Seite seine Unzulänglichkeit und auf der anderen Seite Gottes Heiligkeit sah, schrieb er: „Ich liebte Ihn nicht, nein! Ich hasste Ihn, den gerechten Gott, der Sünder bestraft.“[3] In seiner Seele tobte ein Kampf, bis das göttliche Licht sein verdunkeltes Herz erleuchtete. Er las zum wiederholten Mal Römer 1, 17, wo es heißt: „Der Gerechte wird aus Glauben leben.“ Luther verstand plötzlich, dass allein der Glaube rettet, der einem verlorenen Sünder geschenkt wird. Er schrieb Folgendes: „Durch die Gnade Gottes habe ich, während ich Tag und Nacht darüber nachsann, endlich den Kontext dieser Worte betrachtet, der da lautet: ‚Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben, wie geschrieben steht: Der Gerechte wird aus Glauben leben.‘ Da begann ich plötzlich zu begreifen, dass die Gerechtigkeit Gottes darin besteht, dass der Gerechte durch ein Geschenk Gottes lebt, nämlich allein durch den Glauben. … Da fühlte ich mich plötzlich wie neugeboren, und es war mir, als ob ich das Paradies durch geöffnete Türen betreten hatte.“[4]
Vor 500 Jahren breitete sich die protestantische Bewegung über Europa aus. Heute, ein halbes Jahrtausend später, brauchen wir eine erneute Reformation. Wir benötigen eine geistliche Erweckung, die uns zurück zum Wort Gottes führt, der Predigt einen neuen Stellenwert verleiht und die Lehren der Gnade wiederentdeckt. Unser Wunsch und ernstes Gebet ist es, dass Gott auch die Arbeit der Arche benutzen möge, um einen kleinen Beitrag zu einer geistlichen Erneuerung in Deutschland und darüber hinaus zu leisten.

 Das Wort tat alles

Das Wort Gottes hat nicht nur Kraft, ganze Länder und Kontinente zu verändern, sondern auch unser persönliches Leben. Zu Beginn des neuen Jahres möchte ich alle Leser ermutigen, dem Herrn und Seinem Wort zu vertrauen. Auch wenn wir nicht wissen, wie das Jahr verlaufen wird, bleibt Gott dennoch derselbe. Er wird auch Euch in 2017 Kraft und Stärke durch Sein Wort schenken, denn „dein Wort ward meine Speise, sooft ich’s empfing, und dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost; denn ich bin ja nach deinem Namen genannt, Herr, Gott Zebaoth“ (Jeremia 15,16).

Rückblickend auf sein Leben und Dienst sagte Martin Luther dies: „Ich habe schlichtweg Gottes Wort gelehrt, gepredigt und aufgeschrieben; sonst habe ich nichts getan. Und während ich schlief, nahm das Wort dem Papsttum alle Macht, wie es noch kein Prinz oder Befehlshaber je zuvor geschafft hat. Ich tat also nichts; das Wort tat alles.“[5] Das Wort tat alles. So möge es sein und so wird es sein!

Christian Wegert

Dieser Artikel ist in der Januar Ausgabe 2017 der Taube (kann hier kostenlos bestellt werden), dem monatlichen Nachrichtenblatt der Arche, erschienen.

[1] Steven J. Lawson, „Der standhafte Prediger Martin Luther“, 2014, 3L-Verlag, Seite 45.;
[2] Ebda. Seite 13.; [3] Ebda. Seite 30.; [4] Ebda. Seite 31. [5] Ebda. Seite 36.

Weihnachten – ein Fest der Gerechtigkeit

Weil die Gerechtigkeit von Gott her im menschlichen Wesen verankert ist, sehnt sich jeder Mensch nach ihr. Trotzdem ist er zu ihr nicht fähig, denn die Welt ist voller Ungerechtigkeit. Was Weihnachten damit zu tun hat, erläutert Pastor Wegert im folgendem Artikel. Dieser ist in der Dezember Ausgabe der Taube (kann hier kostenlos bestellt werden), dem monatlichen Nachrichtenblatt der Arche, erschienen.

Weihnachten – ein Fest der Gerechtigkeit

oder

Wie man Barmherzigkeit falsch verstehen kann

Kürzlich sollen vier junge Männer in Hamburg eine 14-Jährige mehrfach brutal vergewaltigt haben. Sie filmten das Verbrechen mit ihrem Smartphone und warfen das halbnackte Mädchen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt schließlich irgendwo draußen in eine Ecke. Passanten hörten das Wimmern der Gequälten, deren Leben trotz schwerer Unterkühlung gerade noch gerettet werden konnte. Eine Gefängnisstrafe erhielt nur der 21-Jährige. Die anderen drei bekamen lediglich Jugendstrafen auf Bewährung. Das heißt, von ihnen muss keiner in Haft. Als das Urteil gesprochen war, sollen die Angeklagten gejohlt und Siegeszeichen proklamiert haben. Und der Richter meinte noch, dass das Urteil auch deswegen so milde ausgefallen sei, weil die Täter eine günstige Sozialprognose hätten.

Bemerkenswert ist aber, dass empörte Bürger wegen dieses skandalösen Urteils eine Petition gegen diese Gerichtsentscheidung starteten, die innerhalb kürzester Zeit von rund hunderttausend Menschen unterzeichnet wurde. Warum begehren so viele gegen diese „freiheitlich, demokratisch“ gefällten Schuldsprüche auf? Warum rumort es im Volk, in dessen Namen doch solche huldreichen Urteile gesprochen werden? Und warum wenden sich immer mehr Wähler von den etablierten Parteien ab, die eine solche liberale Gesetzgebung zu verantworten haben?

Hunger nach Gerechtigkeit

Die Menschen haben Hunger nach Gerechtigkeit. Natürlich prangt vor unseren Gerichtsgebäuden immer noch die Justitia mit ihren beiden sich die Waage haltenden Schalen, aber von einem echten und gerechten Ausgleich zwischen Opfer und Täter kann leider nur noch selten gesprochen werden. Immer ist von der notwendigen Resozialisierung, von der Wiedereingliederung der Täter in die Gesellschaft und von der ihnen zustehenden „zweiten Chance“ die Rede. Aber die lebenslang geschädigten Opfer haben meistens keine Chance mehr – wenn sie umgebracht wurden, sowieso nicht. Wo bleibt denn ihre Menschenwürde, die sonst immer angemahnt wird? Ruft jemand dennoch nach einem gerechteren Ausgleich, wird er sofort bezichtigt, eine Rache-Justiz zu wollen. Meistens wird dann auch noch das biblische „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ verfälscht und gesagt, dass wir doch wohl nicht ins rachsüchtige Alte Testament zurückkehren wollen. Interessanterweise gelingt es den herrschenden Meinungsmachern trotz ihrer massiven Einflussnahme dennoch nicht, die Gesellschaft zu mehr Verständnis für Gesetzesbrecher zu erziehen.

Das hängt mit der Natur des Menschen zusammen. Obwohl er gefallen ist und seine Ebenbildlichkeit mit dem Schöpfer äußerst entstellt ist, existiert in ihm aber immer noch ein Restbestand des Wesens Gottes. Und dazu gehört auch die Gerechtigkeit. Weil sie von Gott her im menschlichen Wesen verankert ist, sehnt sich jeder Mensch nach ihr. Seine Seele dürstet sogar nach ihr. Und wenn ideologisch verbrämte Politik nicht mehr Gerechtigkeit im Lande walten lässt, statt Strafe nur noch Resozialisierung verordnet und Wiedergutmachung als Rache bezeichnet, geht das Volk instinktiv nicht mit, sondern wählt sich andere Parteien – wie zurzeit in vielen westlichen Teilen der Welt zu sehen. Dabei droht jedoch die ernste Gefahr, dass das Pendel in die entgegengesetzte Richtung ausschlägt. Und in welch eine Katastrophe uns das wiederum führen kann, hat uns die Geschichte gezeigt. Darum lautet das biblische Fazit: Obwohl der Mensch große Sehnsucht nach Gerechtigkeit hat, ist er aber aufgrund seiner Gefallenheit zur ihr nicht fähig.

Zion wird durch Recht erlöst und seine Bekehrten durch Gerechtigkeit

Darum sollten Verkündiger des Evangeliums auch besser nicht Politik betreiben, sondern lieber den Einen verkündigen, der allein die Sehnsucht der Menschen nach Gerechtigkeit stillen kann. Und das ist kein anderer als Jesus Christus. Darum sagt schon das bekannte Wort, das wir gern zu Weihnachten lesen: „Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; … dass er sein Königreich gründe und festige mit Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit“ (Jesaja 9,5-6). Es ist also einseitig und falsch, wenn man Weihnachten nur als das „Fest der Liebe“ bezeichnet. Es ist auch das Fest der Gerechtigkeit. Entsprechend heißt es in dem anderen bekannten Adventwort: Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin“ (Sacharja 9,9). Die Verheißungen des kommenden Messias betreffen also nicht nur Seine Barmherzigkeit und Gnade, sondern wir lesen auch: „Zion wird durch Recht erlöst werden und seine Bekehrten durch Gerechtigkeit“ (Jesaja 1,27).

Aber wie das denn? Wir haben doch immer gehört, dass wir durch Gnade und Barmherzigkeit erlöst worden sind. Ja, das ist wahr und das bleibt auch wahr. Aber die Barmherzigkeit des Herrn gibt es nie ohne Seine Gerechtigkeit, nie auf Kosten des Rechts. Das zeigt uns das Kreuz von Golgatha auf überwältigende Weise. An ihm sehen wir, dass Gott uns Gesetzesbrechern Seine Güte nicht in der Weise schenkt, dass Er Recht und Gerechtigkeit einfach unter den Teppich kehrt. Uns wird keine einzige Sünde vergeben, ohne dass sie nicht auch bestraft wird. Uns wird keine einzige Schuld erlassen, ohne dass sie nicht auch bezahlt wird. Denn von dem Gott der Bibel heißt es: Du liebst die Gerechtigkeit und hasst die Gesetzlosigkeit“ (Psalm 45,8). Damit ist klar, dass Gott keine einzige Sünde ungestraft lässt – sei sie noch so klein –, sondern Er wird dafür sorgen, dass der kleinste Buchstabe und jedes Tüpfelchen am Gesetz zur Geltung kommt (Matthäus 5,18). Denn: Es ist leichter, dass Himmel und Erde vergehen, als dass ein einziges Strichlein des Gesetzes falle“ (Lukas 16,17).

Niemand bilde sich ein, dass Gott in dem Sinne großzügig sei, dass Er Sünde nicht mehr Sünde nennt und einfach nur mit dem Schwamm über sie drüberwischt. Manche meinen, dass Er dazu sogar verpflichtet sei, weil das die Menschenliebe gebiete. Solche Leute wollen Gott auffordern, im Namen der Liebe gesetzlos und im Namen der Barmherzigkeit rechtswidrig zu sein. Es ist schon genug, dass wir solche Zustände hier auf Erden haben. Im Königreich Gottes jedenfalls wird es solche Verhältnisse nicht geben. Denn die Grundfesten Seines Thrones sind Recht und Gerechtigkeit (Psalm 89,15).

Jesus – der König der Gerechtigkeit

Wenn das so ist, wie kann Gott uns dann aber dennoch gnädig sein? Wie schon erwähnt, liegt das Geheimnis im Kreuz. Dort erbarmt sich Gott in Jesus Christus über Sünder, verschafft dem Recht aber dennoch seine Gültigkeit. Der Allmächtige bleibt hinter Seiner heiligen Gerechtigkeit nicht einen Millimeter zurück, Er drückt kein Auge zu, sondern Er straft jede Sünde, ohne einen Nachlass zu gewähren. Das Überwältigende ist aber nun, dass dieses gerechte Gericht nicht über uns Schuldige ergeht, sondern über Seinen geliebten Sohn Jesus Christus. Er hat sich freiwillig dazu bereit erklärt, Gottes gerechtes Gericht stellvertretend für uns zu tragen. Und so nahm Er am Kreuz die volle Wucht des Zornes Gottes auf sich, sodass wir frei ausgehen. „Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten“ (Jesaja 53,5).

Wir halten also dringend noch einmal fest: Wir gehen nicht deshalb frei aus, weil Gott in Sachen Übertretung toleranter geworden wäre, sondern weil Er strikt an Seiner Gerechtigkeit festhaltend die unerlässliche Sühne für unsere Schuld auf Jesus gelegt hat. Es ist Jesus Christus, der alle von Gott geforderte Gerechtigkeit im Leben und im Sterben uns zugut erfüllt hat. Darum nennt Ihn die Bibel auch den „König der Gerechtigkeit“ (Hebräer 7,2). Wir gewinnen ein völlig falsches, heutzutage aber sehr im Trend liegendes Bild von Jesus, wenn Er so dargestellt wird, als ob Er nicht am Gesetz interessiert sei, nicht an Strafe und Gericht, sondern nur am pauschalen Freispruch für alle. Eine solche Verfälschung der Person Christi ehrt nicht Seine Barmherzigkeit und Güte, sondern degradiert Ihn zu einem Anarchisten.

Nein, Jesus ist kein politliberaler Gutmensch, der vor lauter Milde jede Ordnung übergeht, sondern Er ist Einer, der zur Aufrechterhaltung von Gottes Recht und Gerechtigkeit Sein Blut und Leben gegeben hat, der bereit war, für die Ehre und Gültigkeit des Gesetzes Gottes am Kreuz zu sterben, damit wir durch den Glauben an Ihn leben können. In dieser Welt nimmt die Gesetzlosigkeit überhand, die Liebe erkaltet in vielen (Matthäus 24,12) und die Verrohung der Menschen nimmt auf dramatische Weise zu. Aber es gibt Hoffnung. Jesus kommt wieder und „wird als König regieren und weise handeln und wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden“ (Jeremia 23,5). Ja, „Er wird den Erdkreis richten in Gerechtigkeit und den Völkern das Urteil sprechen, wie es recht ist“ (Psalm 9,9). Und dann wird Friede sein für Zeit und Ewigkeit. Maranatha, ja, komme bald, Herr Jesus!

Wolfgang Wegert

Fotokalender 2017 der Arche

archekalender2017coverIm zu Ende gehenden Jahr hat die Arche Gottes Treue erlebt. ER hat uns bei jeder Fernsehsendung, in der Gemeindearbeit und bei den vielen weltweiten Missionsprojekten geholfen. Ganz herzlich danken wir allen Freunden und Gebetspartnern für jede Unterstützung.

Auch im neuen Jahr benötigen wir für die Verkündigung des Evangeliums den Segen Gottes und viel Gebet. Im nun erschienenen Arche Fotokalender 2017 ist in jedem Monat ein Bild von unseren Missionsprojekten zu sehen. Darunter ist jeweils ein entsprechender Bibelvers abgedruckt. Mit diesem Kalender möchten wir gerne mit allen Betern und Unterstützern in Verbindung bleiben und freuen uns, wenn ihr uns auch in 2017 nicht vergesst.

Der Kalender kann ab sofort im <Online-Shop> der Arche für 3,- Euro zzgl. Versand bestellt werden. Der Erlös kommt unseren Missionsprojekten zugute.archefotokalenderseite1

Die neue Arche-CD für Kinder ist da!

coverkindercdNach den beiden Lobpreis Produktionen „Vor Beginn der Welt geliebt“ und „Sprich, o Herr“ ist nun erstmals eine Arche-CD für Kinder mit dem Titel „Starker, starker Retter“ erschienen.

Die Lieder beschreiben Gottes Größe und Charakter mit Worten, die Kinder verstehen. Weil sich biblische Wahrheiten kombiniert mit Musik leicht einprägen, handeln die Texte dieser CD von Gottes einzigartigem Wesen. So helfen sie den Kindern, im Alltag für unseren starken Retter  Jesus Christus zu leben.

Die CD kann hier zu einem Sonderpreis von 8,50 Euro (ab 01.01.2017 regulär 10,50 Euro) bestellt werden.

„Das Wunder von Weihnachten“

Auch in diesem Jahr werden den über 1000 Besuchern in der großen Arche Halle am Doerriesweg im Advent ein besonderer musikalischer Höhepunkt geboten. Über 70 Musiker, Sänger und Darsteller präsentieren dieses Mal die Weihnachtsgeschichte als hoch dramatisches und gleichzeitig fröhliches und besinnliches Musical. Das Wunder von Weihnachten nimmt den Zuschauer direkt mit hinein in das größte Ereignis der Weltgeschichte, welches bis heute unseren Kalender bestimmt – die Geburt Christigalina-maria.
Das Drehbuch ist im Grunde die Bibel, die uns berichtet, dass der Sohn Gottes als das Licht in eine finstere Welt kam, um Menschen den Weg zum Himmel zu weisen. Gott wurde Mensch! Doch er wurde abgelehnt, man hatte keinen Platz für ihn. Der damalige Machthaber in Jerusalem suchte ihn sogar aus dem Weg zu räumen und scheute dabei auch nicht vor einem Massenmord an kleinen Kindern. Doch die himmlische Mission konnte niemand aufhalten. Die bekannten Worte des Engels, anlässlich der Geburt des versprochenen Retters, lauten: „Friede auf Erden, den Menschen Seines Wohlgefallens!“. Das ist die gute Nachricht auch für unsere unruhige Zeit voller Krisen.
andrewjohannDie Choristen und Musiker wollen an die wahre Bedeutung von Weihnachten erinnern, nämlich dass Jesus Christus als Retter in diese Welt gekommen ist, ein perfektes Vorbild war und schließlich stellvertretend für die Schuld von uns Menschen am Kreuz starb, damit wir durch den Glauben an Ihn das ewige Leben haben. Insofern treffen in diesem Musical Weihnachten und Ostern zusammen, was bekanntlich ein Ausdruck größter Freude ist.

Die Uraufführung des Musicals „Das Wunder von Weihnachten“ findet statt am:
Sonntag, 11.12. um 17 Uhr in der Evangelisch-reformierten Freikirche Arche,
im Doerriesweg 7, in 22525 Hamburg-Stellingen.
Der Eintritt ist frei!

Weitere besondere Veranstaltungen in der Arche:
Adventsgottesdienste jeden Sonntag um 10 Uhr
Heiligabendgottesdienst am 24.12. um 16 Uhr
Weihnachtsgottesdienst am 25.12. um 10 Uhr

Auch 2016 „Hoffnung für Kinder“

tsrhoffnungfuerkinder2„Hoffnung für Kinder“ ist eine jährlich stattfindende weihnachtliche Paketaktion zugunsten notleidender Kinder in aller Welt. Die Aktion wird auf allen Missionsfeldern der Arche durchgeführt – in Myanmar und Indien, in der Ukraine und in Russland, in Israel, Malawi, Sambia, in Brasilien, Argentinien und Bolivien von rund 30 verschiedenen Missionsstationen aus.

Weitere Informationen gibt es <hier>. Wer diese Aktion unterstützen möchte kann dies <hier> tun. Herzlichen Dank!

Eckstein 2016 – Gott allein bewirkt das Heil

eckstein2016qaMit einem Gottesdienst ging am Sonntag (02.10.) die diesjährige „Ecksteinkonferenz“ der Arche in Hamburg zu Ende, zu der sich insgesamt 1200 Besucher eingefunden hatten. Zum Thema „Allein aus Gnade – das Herz reformierten Glaubens“ sprach neben den Arche Pastoren Christian und Wolfgang Wegert und Andy Mertin auch Dr. Voddie Baucham, Dozent an der theologischen Universität Lusaka, Sambia. Sie betonten, dass die Gnade in ihrer vollen Dimension, wie die Bibel sie uns vorstellt, erst erkannt wird, wenn der Mensch als das gesehen wird, was er wirklich ist, nämlich tot – geistlich tot. eckstein2016voddiebauchamVoddie Baucham lehnte es deshalb ab, das Evangelium als Rettungsring darzustellen, den der Sünder ergreifen müsse. „Wie kann er das, wenn er eine Leiche ist?“, so der Gastsprecher. Seiner Meinung nach hilft auch der Einwand nicht, dass der Mensch intellektuell aber lebe und deshalb nicht wirklich als ganz und gar tot gelten könne. Aber das – so Baucham – weist die Schrift zurück, wenn sie sagt, dass der natürliche Mensch vom Geist Gottes nichts vernimmt – also für geistliche Dinge doch völlig tot.

Pastor Christian Wegert unterstrich die Notwendigkeit des einseitigen Eingreifen Gottes, indem er daran erinnerte, dass die Bibel Christwerden als eine Geburt bezeichnet. Und so wie die natürliche Geburt ohne Erlaubnis des Geborenen einfach geschieht, ereignet sich auch die neue Geburt, ohne sie vorher angenommen zu haben. Aber wenn sie aus Gottes freiem Willen heraus stattgefunden hat, dann will der Neugeborene natürlich leben und glauben.

Dass der Glaube die Folge der Wiedergeburt ist und nicht umgekehrt, zeigte Pastor Andy auf überzeugende Weise. Er entlarvte es als Werkegerechtigkeit, wenn behauptet wird, dass der Glaube des Menschen der Auslöser seiner Wiedergeburt sei. Stattdessen wies Andy auf Gottes Wort hin, das besagt: „ Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, der ist aus Gott geboren“ (1.Joh 5,1). Niemand hat also lebendigen Glauben, es sei denn, er ist zuvor aus Gott geboren. Demzufolge bewirken nicht Mensch und Gott gemeinsam das Heil, sondern einzig und allein der Herr – also doch „Sola Gratia“

Dieses Evangelium der Bibel erfreute die Besucher sehr, sodass viele bezeugten, durch die Konferenz viel Klarheit und Vertiefung ihres Glaubens gefunden zu haben.

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