Großes Tauffest in der Arche

Vor ca. 800 Gottesdienstbesuchern bekannten sich beim letzten Taufgottesdienst 11 Täuflinge aus verschiedenen Nationen zu Jesus Christus als ihrem Retter.

Einer von ihnen, „Okocha“, stammt aus Eritrea. Er ist in einem christlich-orthodoxen Elternhaus aufgewachsen. Der christliche Glaube war nur Tradition, aber drei seiner Geschwister kamen zum lebendigen Glauben. Sie erzählten ihm vom Evangelium und sangen Lieder über Jesus. Trotzdem glaubte er nicht daran und lebte vielmehr sein eigenes Leben in Sünde und in Gottesferne. Innerlich war er voller Unruhe, und er suchte nach einer Zuflucht, bei der er Frieden finden konnte.

Mittlerweile war er als Flüchtling im Sudan, und er fühlte sich schrecklich einsam dort. Zudem gab es viele Schwierigkeiten mit den Behörden, und er wurde sogar für einen Monat in ein Gefängnis gesperrt. Wieder in Freiheit wanderte er durch die Wüste gen Norden, um zum Mittelmeer zu gelangen. Dabei wurde ihm immer mehr klar, dass er Jesus brauchte. Auf der Flucht hat er dann Gott ganz bewusst sein Leben anvertraut und damit den ersehnten inneren Frieden erfahren. Die äußeren Schwierigkeiten blieben jedoch zunächst bestehen, und er erhielt auf seiner langen Flucht, die ihn auch durch Libyen führte, verschiedentlich Morddrohungen und wurde öfter misshandelt, auch gab es viele Probleme mit den Schlepperbanden. Wie so viele andere Flüchtlinge in diesen Tagen und Monaten begab sich dann auch Okocha auf eine lange Seereise in Richtung Europa, voller Hoffnungslosigkeit und Ungewissheit und ohne Essen und Trinken. Er war zusammengepfercht auf engsten Raum in einem kleinen Schiff auf dem weiten Mittelmeer. Gott sei Dank hatte er gutes Wetter und eine ruhige See, er wurde gerettet und kam über Italien schließlich nach Deutschland.

Mit vielen anderen Gläubigen aus Eritrea besucht er nun die Gottesdienste in der Arche, die in Tigrinya, eine der Sprachen Eritreas, simultan übersetzt werden. Während er im Sudan seinen Glauben nicht offen ausleben konnte, lag es ihm umso mehr am Herzen, jetzt, in der Freiheit, Jesus durch die Taufe als seinen Herrn und Retter zu bekennen.