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Weihnachten – ein Fest der Gerechtigkeit

Weil die Gerechtigkeit von Gott her im menschlichen Wesen verankert ist, sehnt sich jeder Mensch nach ihr. Trotzdem ist er zu ihr nicht fähig, denn die Welt ist voller Ungerechtigkeit. Was Weihnachten damit zu tun hat, erläutert Pastor Wegert im folgendem Artikel. Dieser ist in der Dezember Ausgabe der Taube (kann hier kostenlos bestellt werden), dem monatlichen Nachrichtenblatt der Arche, erschienen.

Weihnachten – ein Fest der Gerechtigkeit

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Wie man Barmherzigkeit falsch verstehen kann

Kürzlich sollen vier junge Männer in Hamburg eine 14-Jährige mehrfach brutal vergewaltigt haben. Sie filmten das Verbrechen mit ihrem Smartphone und warfen das halbnackte Mädchen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt schließlich irgendwo draußen in eine Ecke. Passanten hörten das Wimmern der Gequälten, deren Leben trotz schwerer Unterkühlung gerade noch gerettet werden konnte. Eine Gefängnisstrafe erhielt nur der 21-Jährige. Die anderen drei bekamen lediglich Jugendstrafen auf Bewährung. Das heißt, von ihnen muss keiner in Haft. Als das Urteil gesprochen war, sollen die Angeklagten gejohlt und Siegeszeichen proklamiert haben. Und der Richter meinte noch, dass das Urteil auch deswegen so milde ausgefallen sei, weil die Täter eine günstige Sozialprognose hätten.

Bemerkenswert ist aber, dass empörte Bürger wegen dieses skandalösen Urteils eine Petition gegen diese Gerichtsentscheidung starteten, die innerhalb kürzester Zeit von rund hunderttausend Menschen unterzeichnet wurde. Warum begehren so viele gegen diese „freiheitlich, demokratisch“ gefällten Schuldsprüche auf? Warum rumort es im Volk, in dessen Namen doch solche huldreichen Urteile gesprochen werden? Und warum wenden sich immer mehr Wähler von den etablierten Parteien ab, die eine solche liberale Gesetzgebung zu verantworten haben?

Hunger nach Gerechtigkeit

Die Menschen haben Hunger nach Gerechtigkeit. Natürlich prangt vor unseren Gerichtsgebäuden immer noch die Justitia mit ihren beiden sich die Waage haltenden Schalen, aber von einem echten und gerechten Ausgleich zwischen Opfer und Täter kann leider nur noch selten gesprochen werden. Immer ist von der notwendigen Resozialisierung, von der Wiedereingliederung der Täter in die Gesellschaft und von der ihnen zustehenden „zweiten Chance“ die Rede. Aber die lebenslang geschädigten Opfer haben meistens keine Chance mehr – wenn sie umgebracht wurden, sowieso nicht. Wo bleibt denn ihre Menschenwürde, die sonst immer angemahnt wird? Ruft jemand dennoch nach einem gerechteren Ausgleich, wird er sofort bezichtigt, eine Rache-Justiz zu wollen. Meistens wird dann auch noch das biblische „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ verfälscht und gesagt, dass wir doch wohl nicht ins rachsüchtige Alte Testament zurückkehren wollen. Interessanterweise gelingt es den herrschenden Meinungsmachern trotz ihrer massiven Einflussnahme dennoch nicht, die Gesellschaft zu mehr Verständnis für Gesetzesbrecher zu erziehen.

Das hängt mit der Natur des Menschen zusammen. Obwohl er gefallen ist und seine Ebenbildlichkeit mit dem Schöpfer äußerst entstellt ist, existiert in ihm aber immer noch ein Restbestand des Wesens Gottes. Und dazu gehört auch die Gerechtigkeit. Weil sie von Gott her im menschlichen Wesen verankert ist, sehnt sich jeder Mensch nach ihr. Seine Seele dürstet sogar nach ihr. Und wenn ideologisch verbrämte Politik nicht mehr Gerechtigkeit im Lande walten lässt, statt Strafe nur noch Resozialisierung verordnet und Wiedergutmachung als Rache bezeichnet, geht das Volk instinktiv nicht mit, sondern wählt sich andere Parteien – wie zurzeit in vielen westlichen Teilen der Welt zu sehen. Dabei droht jedoch die ernste Gefahr, dass das Pendel in die entgegengesetzte Richtung ausschlägt. Und in welch eine Katastrophe uns das wiederum führen kann, hat uns die Geschichte gezeigt. Darum lautet das biblische Fazit: Obwohl der Mensch große Sehnsucht nach Gerechtigkeit hat, ist er aber aufgrund seiner Gefallenheit zur ihr nicht fähig.

Zion wird durch Recht erlöst und seine Bekehrten durch Gerechtigkeit

Darum sollten Verkündiger des Evangeliums auch besser nicht Politik betreiben, sondern lieber den Einen verkündigen, der allein die Sehnsucht der Menschen nach Gerechtigkeit stillen kann. Und das ist kein anderer als Jesus Christus. Darum sagt schon das bekannte Wort, das wir gern zu Weihnachten lesen: „Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; … dass er sein Königreich gründe und festige mit Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit“ (Jesaja 9,5-6). Es ist also einseitig und falsch, wenn man Weihnachten nur als das „Fest der Liebe“ bezeichnet. Es ist auch das Fest der Gerechtigkeit. Entsprechend heißt es in dem anderen bekannten Adventwort: Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin“ (Sacharja 9,9). Die Verheißungen des kommenden Messias betreffen also nicht nur Seine Barmherzigkeit und Gnade, sondern wir lesen auch: „Zion wird durch Recht erlöst werden und seine Bekehrten durch Gerechtigkeit“ (Jesaja 1,27).

Aber wie das denn? Wir haben doch immer gehört, dass wir durch Gnade und Barmherzigkeit erlöst worden sind. Ja, das ist wahr und das bleibt auch wahr. Aber die Barmherzigkeit des Herrn gibt es nie ohne Seine Gerechtigkeit, nie auf Kosten des Rechts. Das zeigt uns das Kreuz von Golgatha auf überwältigende Weise. An ihm sehen wir, dass Gott uns Gesetzesbrechern Seine Güte nicht in der Weise schenkt, dass Er Recht und Gerechtigkeit einfach unter den Teppich kehrt. Uns wird keine einzige Sünde vergeben, ohne dass sie nicht auch bestraft wird. Uns wird keine einzige Schuld erlassen, ohne dass sie nicht auch bezahlt wird. Denn von dem Gott der Bibel heißt es: Du liebst die Gerechtigkeit und hasst die Gesetzlosigkeit“ (Psalm 45,8). Damit ist klar, dass Gott keine einzige Sünde ungestraft lässt – sei sie noch so klein –, sondern Er wird dafür sorgen, dass der kleinste Buchstabe und jedes Tüpfelchen am Gesetz zur Geltung kommt (Matthäus 5,18). Denn: Es ist leichter, dass Himmel und Erde vergehen, als dass ein einziges Strichlein des Gesetzes falle“ (Lukas 16,17).

Niemand bilde sich ein, dass Gott in dem Sinne großzügig sei, dass Er Sünde nicht mehr Sünde nennt und einfach nur mit dem Schwamm über sie drüberwischt. Manche meinen, dass Er dazu sogar verpflichtet sei, weil das die Menschenliebe gebiete. Solche Leute wollen Gott auffordern, im Namen der Liebe gesetzlos und im Namen der Barmherzigkeit rechtswidrig zu sein. Es ist schon genug, dass wir solche Zustände hier auf Erden haben. Im Königreich Gottes jedenfalls wird es solche Verhältnisse nicht geben. Denn die Grundfesten Seines Thrones sind Recht und Gerechtigkeit (Psalm 89,15).

Jesus – der König der Gerechtigkeit

Wenn das so ist, wie kann Gott uns dann aber dennoch gnädig sein? Wie schon erwähnt, liegt das Geheimnis im Kreuz. Dort erbarmt sich Gott in Jesus Christus über Sünder, verschafft dem Recht aber dennoch seine Gültigkeit. Der Allmächtige bleibt hinter Seiner heiligen Gerechtigkeit nicht einen Millimeter zurück, Er drückt kein Auge zu, sondern Er straft jede Sünde, ohne einen Nachlass zu gewähren. Das Überwältigende ist aber nun, dass dieses gerechte Gericht nicht über uns Schuldige ergeht, sondern über Seinen geliebten Sohn Jesus Christus. Er hat sich freiwillig dazu bereit erklärt, Gottes gerechtes Gericht stellvertretend für uns zu tragen. Und so nahm Er am Kreuz die volle Wucht des Zornes Gottes auf sich, sodass wir frei ausgehen. „Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten“ (Jesaja 53,5).

Wir halten also dringend noch einmal fest: Wir gehen nicht deshalb frei aus, weil Gott in Sachen Übertretung toleranter geworden wäre, sondern weil Er strikt an Seiner Gerechtigkeit festhaltend die unerlässliche Sühne für unsere Schuld auf Jesus gelegt hat. Es ist Jesus Christus, der alle von Gott geforderte Gerechtigkeit im Leben und im Sterben uns zugut erfüllt hat. Darum nennt Ihn die Bibel auch den „König der Gerechtigkeit“ (Hebräer 7,2). Wir gewinnen ein völlig falsches, heutzutage aber sehr im Trend liegendes Bild von Jesus, wenn Er so dargestellt wird, als ob Er nicht am Gesetz interessiert sei, nicht an Strafe und Gericht, sondern nur am pauschalen Freispruch für alle. Eine solche Verfälschung der Person Christi ehrt nicht Seine Barmherzigkeit und Güte, sondern degradiert Ihn zu einem Anarchisten.

Nein, Jesus ist kein politliberaler Gutmensch, der vor lauter Milde jede Ordnung übergeht, sondern Er ist Einer, der zur Aufrechterhaltung von Gottes Recht und Gerechtigkeit Sein Blut und Leben gegeben hat, der bereit war, für die Ehre und Gültigkeit des Gesetzes Gottes am Kreuz zu sterben, damit wir durch den Glauben an Ihn leben können. In dieser Welt nimmt die Gesetzlosigkeit überhand, die Liebe erkaltet in vielen (Matthäus 24,12) und die Verrohung der Menschen nimmt auf dramatische Weise zu. Aber es gibt Hoffnung. Jesus kommt wieder und „wird als König regieren und weise handeln und wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden“ (Jeremia 23,5). Ja, „Er wird den Erdkreis richten in Gerechtigkeit und den Völkern das Urteil sprechen, wie es recht ist“ (Psalm 9,9). Und dann wird Friede sein für Zeit und Ewigkeit. Maranatha, ja, komme bald, Herr Jesus!

Wolfgang Wegert

„Das Wunder von Weihnachten“

Auch in diesem Jahr werden den über 1000 Besuchern in der großen Arche Halle am Doerriesweg im Advent ein besonderer musikalischer Höhepunkt geboten. Über 70 Musiker, Sänger und Darsteller präsentieren dieses Mal die Weihnachtsgeschichte als hoch dramatisches und gleichzeitig fröhliches und besinnliches Musical. Das Wunder von Weihnachten nimmt den Zuschauer direkt mit hinein in das größte Ereignis der Weltgeschichte, welches bis heute unseren Kalender bestimmt – die Geburt Christigalina-maria.
Das Drehbuch ist im Grunde die Bibel, die uns berichtet, dass der Sohn Gottes als das Licht in eine finstere Welt kam, um Menschen den Weg zum Himmel zu weisen. Gott wurde Mensch! Doch er wurde abgelehnt, man hatte keinen Platz für ihn. Der damalige Machthaber in Jerusalem suchte ihn sogar aus dem Weg zu räumen und scheute dabei auch nicht vor einem Massenmord an kleinen Kindern. Doch die himmlische Mission konnte niemand aufhalten. Die bekannten Worte des Engels, anlässlich der Geburt des versprochenen Retters, lauten: „Friede auf Erden, den Menschen Seines Wohlgefallens!“. Das ist die gute Nachricht auch für unsere unruhige Zeit voller Krisen.
andrewjohannDie Choristen und Musiker wollen an die wahre Bedeutung von Weihnachten erinnern, nämlich dass Jesus Christus als Retter in diese Welt gekommen ist, ein perfektes Vorbild war und schließlich stellvertretend für die Schuld von uns Menschen am Kreuz starb, damit wir durch den Glauben an Ihn das ewige Leben haben. Insofern treffen in diesem Musical Weihnachten und Ostern zusammen, was bekanntlich ein Ausdruck größter Freude ist.

Die Uraufführung des Musicals „Das Wunder von Weihnachten“ findet statt am:
Sonntag, 11.12. um 17 Uhr in der Evangelisch-reformierten Freikirche Arche,
im Doerriesweg 7, in 22525 Hamburg-Stellingen.
Der Eintritt ist frei!

Weitere besondere Veranstaltungen in der Arche:
Adventsgottesdienste jeden Sonntag um 10 Uhr
Heiligabendgottesdienst am 24.12. um 16 Uhr
Weihnachtsgottesdienst am 25.12. um 10 Uhr

Auch 2016 „Hoffnung für Kinder“

tsrhoffnungfuerkinder2„Hoffnung für Kinder“ ist eine jährlich stattfindende weihnachtliche Paketaktion zugunsten notleidender Kinder in aller Welt. Die Aktion wird auf allen Missionsfeldern der Arche durchgeführt – in Myanmar und Indien, in der Ukraine und in Russland, in Israel, Malawi, Sambia, in Brasilien, Argentinien und Bolivien von rund 30 verschiedenen Missionsstationen aus.

Weitere Informationen gibt es <hier>. Wer diese Aktion unterstützen möchte kann dies <hier> tun. Herzlichen Dank!