Das wichtigste Merkmal Gottes

Heilig – so lautete das Thema der diesjährigen Hauptkonferenz des Netzwerkes Evangelium21. Vom 22. – 24. April 2021 wurden die theologischen Vorträge über einen Livestream aus der Arche Gemeinde in Hamburg übertragen.

„Die Heiligkeit ist das wichtigste Wesensmerkmal Gottes. Diese Ansicht vertrat der Präsident des Reformation Bible College, Stephen Nichols (Sanford, Florida)“, schreibt Evangelium21 rückblickend über die Konferenz. „Keine andere Eigenschaft Gottes – nicht einmal die Liebe –, werde in der Bibel so betont, wie seine Heiligkeit. Sie sei ein zentraler Schlüssel zum Verständnis der Heiligen Schrift, insbesondere des Evangeliums. Menschen seien durch ihre Sünde vom heiligen Gott getrennt und abgeschnitten. Ohne diese Sicht bleibe die Vertreibung des Menschen aus dem Paradies genauso unverständlich wie der stellvertretende Sühnetod Christi am Kreuz von Golgatha. Gottes Liebe zeige sich darin, dass er für Menschen den Weg frei mache, zurück in seine Heiligkeit.“

Christian Wegert: Heiligung ist keine Nebensache

Neben der Heiligkeit Gottes, ging es in den Vorträgen der sieben Konferenzredner auch um die Heiligung der wiedergeborenen Christen. Anhand des 2. Petrusbriefes wies der Hauptpastor der Arche Gemeinde, Christian Wegert, auf die entscheidende Grundlage für ein heiliges Leben hin: der kostbare Glaube. Dieser sei keine Massenware, „die dir auf dem Flohmarkt hinterhergeworfen wird. Er ist nicht wie Sand am Meer zu haben. Petrus erinnert uns, dass wahrer christlicher Glaube wie Gold ist. Kostbar wie Gold.“ Der Glaube sei eine Zuteilung Gottes – ein Geschenk an uns.

Wenn wir uns bewusst werden, welchen Glauben, welche Gnade wir von Gott geschenkt bekommen haben, setzen wir allen Eifer daran, um aus diesem Glauben heraus ein geheiligtes Leben zu führen.

Christian Wegert erklärte, dass Heiligung keine Nebensache sei. Wie wir als Christen leben, sei nicht egal. Die Heiligung, das geistliche Wachstum in uns sei nie Voraussetzung, um vor Gott gerecht zu werden, aber eine Bestätigung dafür, dass wir Seine Kinder sind. Eine Bestätigung unserer Erwählung. „Unser Ziel ist, Gott zu erkennen und uns für immer an Ihm zu erfreuen – durch die Heiligung.“

Online-Konferenz aufgrund der Corona-Pandemie

Während die Arche-Halle im Herbst 2019 aufgrund der hohen Teilnehmerzahl „aus allen Nähten platzte“, konnte die Konferenz in diesem Jahr nur online durchgeführt werden. Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, gab es 1.200 Anmeldungen. Viele verfolgten die Konferenz live. Die Vorträge stehen weiterhin auf dem Youtube-Kanal und in der Mediathek von Evangelium21 zur Verfügung.

Eindrücke von der Konferenz

Christian Wegert © Evangelium21
Matthias Lohmann, 1. Vorsitzender von Evangelium21 © Evangelium21
Podiumsdiskussion mit Martin Reakes-Williams, Ron Kubsch und Matthias Lohmann © Evangelium21
Musik- und Technik-Team aus der Arche © Evangelium21

Live: E21-Konferenz

Der zweite Tag der Evangelium21-Konferenz neigt sich dem Ende entgegen. Sehr ermutigende und lehrreiche Vorträge liegen hinter uns. Schalten Sie jetzt den Livestream ein. Wir freuen uns auf eine Predigt von Rudi Tissen zu dem Thema: „Das Ziel der Heiligung“ (2. Petrus 3,1-13). Im Anschluss folgt eine Podiumsdiskussion. Morgen geht es um 13:00 Uhr weiter.

Alle Vorträge der Konferenz finden Sie auf dem YouTube-Kanal von Evangelium21.


E21-Konferenz 2021

Sehr gern denken wir an die große Eckstein-/Evangelium21-Konferenz zurück, die im Herbst 2019 in der Arche stattfand. Wenige Monate später begann die Pandemie. 2020 mussten alle großen Veranstaltungen in der Arche abgesagt werden.

In diesem Jahr freuen wir uns, zumindest eine Online-Konferenz durchführen zu können. Vom 22. – 24.04.2021 sprechen die verschiedenen Referenten über das Thema „heilig“. Dabei sollen zwei rote Fäden zusammengebunden werden: die Heiligkeit Gottes und unsere Heiligung. Die Hauptredner sind Dr. Stephen Nichols (Ligonier Ministries) und Dr. Michael Reeves (Union School of Theology). Weitere Infos: https://www.evangelium21.net/konferenzen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Alle angemeldeten Gäste erhalten ein Buchgeschenk. Hier geht es zur Anmeldung.

Gottesdienst-Livestream

Jeden Sonntag feiern wir um 09:30 Uhr und 11:00 Uhr Gottesdienst in der Arche-Halle in Hamburg. Seit der Corona-Pandemie übertragen wir diese via Livestream. Abonnieren Sie unseren YouTube-Kanal oder schauen Sie sonntags auf unserer Website vorbei.

Natürlich sind Sie herzlich eingeladen, uns auch vor Ort unter Beachtung der Hygienevorschriften zu besuchen.

Wir freuen uns auf Sie!

Gemeinde und Missionswerk Arche
Doerriesweg 7
22525 Hamburg

Hier geht es zum Livestream:

Hoffnung für Kinder 2020


Über Ihre Unterstützung bei der Kampagne #teilenundhelfen würden wir uns sehr freuen. Mit einer Spende und dem Teilen dieses Videos können Sie dazu beitragen, dass Kindern in Not zu Weihnachten eine Freude gemacht wird.

Über „Hoffnung für Kinder“

  • „Hoffnung für Kinder“ ist eine jährlich stattfindende weihnachtliche Paketaktion, die in allen Missionsländern der Arche durchgeführt wird – in Myanmar, Indien, in der Ukraine, in Russland, Israel, Sambia, Brasilien, Argentinien und Bolivien.
  • Kinder und Bedürftige in unseren Waisenheimen, Suppenküchen, Sozialzentren und häuslichen Familienbetreuungen bekommen je ein Paket mit Lebensmitteln, Obst, Süßigkeiten, Hygieneartikeln, Schreibsachen, Spielzeug und biblischer Literatur. Bedacht werden auch Kinder in öffentlichen Heimen, Schulen, Kinderkrankenhäusern und auch die aus besonders armen Familien, die uns von den Behörden namentlich benannt werden.
  • Die Verteilung wird vor allem im Rahmen von extra geplanten Weihnachtsfesten unter den örtlichen Hygienevorschriften vorgenommen. Das Evangelium wird kindgerecht vermittelt und am Ende werden die Geschenkpakete verteilt, wobei immer viele Freudentränen fließen.
  • Die Paketaktion wird nicht durch fremde Dienstleister ausgeführt, sondern die Arche arbeitet vor Ort mit den eigenen Missionaren und Partnergemeinden zusammen, die wir bereits seit vielen Jahren persönlich kennen.
  • Angesichts des zunehmenden Kinderelends bitten wir auch in diesem Jahr um Unterstützung. Es sind nicht Millionen, die wir beschenken. Aber die vielen Tausend, die wir erreichen, sind unsere Nächsten. Und die wollen wir lieben wie uns selbst.

Wenn Sie mögen, spenden Sie hier. Vielen Dank für mitfühlende Herzen und gebende Hände!

Der Galaterbrief: Gnade vs. Gesetz

Wer mag schon gern korrigiert und zurechtgewiesen werden? Anerkennung, Lob und Komplimente gehen uns runter wie Öl, aber bei Kritik sieht es anders aus. 

Der Brief, den Paulus an die Christen in Galatien (in der heutigen Türkei) schrieb, war eine Zurechtweisung. Wie kam es dazu? 

Die Galater waren durch den Missionsdienst des Apostels zum Glauben gekommen. Doch nachdem Paulus die Gegend verlassen hatte, traten Leute auf, die ihn in Misskredit brachten. Sie fielen ihm in den Rücken und lehrten das Gegenteil von dem, was er lehrte. Dabei stellten sie infrage, dass das Evangelium, das Paulus ihnen gepredigt hatte, richtig war. Sie bestanden darauf, dass Heiden (also Nicht-Juden), die sich zu Jesus bekehrten, beschnitten werden mussten, um von Gott angenommen zu sein. Teilweise gingen sie so weit, dass sie das Einhalten des jüdischen Zeremonialgesetzes lehrten. 

Diese sogenannten Judaisten waren ziemlich „erfolgreich“ und verunsicherten die Neubekehrten. Paulus war darüber sehr besorgt, denn er erkannte darin eine Grundsatzfrage, die der Christenheit bis heute immer wieder begegnet. 

Was genau bedeutet Gnade? Welche Rolle spielt das Gesetz? Was versteht die Bibel unter „Rechtfertigung aus Glauben allein“? Diesen und vielen weiteren Fragen möchten die Arche-Pastoren in den kommenden Wochen anhand des Galaterbriefes auf den Grund gehen. 

Verfolgen Sie die neue Predigtserie live vor Ort in Hamburg, auf YouTube oder schauen Sie in das Archiv. Die Gottesdienste finden jeden Sonntag um 09:30 und 11:00 Uhr statt.

Ruth – Eine Geschichte der Hoffnung

Das Leben steckt voller Überraschungen – gute und böse. Wir mögen unsere Umstände nicht verstehen, aber inmitten aller Herausforderungen, Nöte und Zerbrochenheit sind wir niemals allein. Gott hat die Kontrolle. Er ist nicht überrascht, sondern regiert souverän über jedes Detail unseres Lebens.

Diese biblische Wahrheit durfte Ruth ganz persönlich erfahren. In den kommenden Wochen werden wir uns als Arche Gemeinde näher mit ihrer Geschichte beschäftigen. Eine verwitwete Frau und ihre verzweifelte Schwiegermutter finden Hoffnung inmitten von Hoffnungslosigkeit. Hier geht es nicht um großartige Helden, sondern um ganz gewöhnliche Menschen wie wir. Gott richtet Sein Augenmerk auf Ruth und Naomi. Wir werden Zeugen, wie Seine Vorsehung die beiden Frauen inmitten von chaotischen Verhältnissen führt und bewahrt.

Tauchen Sie mit uns ein in dieses spannende Buch des Alten Testaments. Besuchen Sie die Arche-Gottesdienste oder schauen Sie unseren Livestream via YouTube: sonntags, 09:30 und 11:00 Uhr. Wir freuen uns auf Sie!

Nicht verpassen: Die Sommerpredigtserie der Arche

Die meisten von uns haben vermutlich schon einmal von der „Frucht des Geistes“ gehört. Im Galaterbrief listet der Apostel Paulus ihre verschiedenen Merkmale auf: „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung“ (Galater 5,22).

Aber was steckt hinter den einzelnen Facetten? Wie können wir diese Eigenschaften kultivieren? In der Sommerpredigtserie „Frucht des Geistes“ gehen die Pastoren der Arche auf diese wichtigen Fragen ein, geben praktische Tipps und teilen ihre ganz persönlichen Erfahrungen.

Seien Sie dabei: sonntags, 09:30 und 11:00 Uhr! Die Gottesdienste werden live auf unserem YouTube-Kanal übertragen und stehen auch anschließend online zur Verfügung.

05.07. Frucht des Geistes: Liebe – Pastor Christian Wegert: Audio, PDF, Video.
12.07. Frucht des Geistes: Freude – Pastor Wolfgang Wegert: Audio, PDF, Video.
19.07. Frucht des Geistes: Frieden – Pastor Wolfgang Wegert: Audio, PDF, Video.
26.07. Frucht des Geistes: Geduld – Pastor Andy Mertin: Audio, PDF, Video.
02.08. Frucht des Geistes: Freundlichkeit & Güte – Pastor Christian Wegert: Audio, PDF, Video.
09.08. Frucht des Geistes: Treue – Pastor Christian Wegert: Audio, PDF, Video.
16.08. Frucht des Geistes: Sanftmut – Pastor Wolfgang Wegert: Audio, PDF, Video.
23.08. Frucht des Geistes: Selbstbeherrschung – Pastor Christian Wegert: Audio, PDF, Video.

Wir wünschen Ihnen einen erholsamen, gesegneten Sommer!

Bis zum letzten Tropfen

Der Sohn Gottes erlitt schreckliche Qualen. Sein Körper war blutüberströmt. Vermutlich brannten die tiefen Wunden wie Feuer. Mit letzter Kraft erreichte Er Golgatha – den Ort, an dem die Kreuzigung stattfinden sollte. Da kamen die römischen Soldaten mit einem Gefäß betäubenden Myrrhenwein auf Ihn zu. Wie üblich wollten sie Ihn für einen geordneten Ablauf der Kreuzigung stillstellen.

Nur ein Schluck. Ein kleiner Schluck und die Schmerzen würden nachlassen. Einmal an dem Betäubungsmittel nippen und der vor Ihm liegende Kampf würde einen Teil seiner Bedrohlichkeit verlieren. Aber Jesus war fest entschlossen. Er nahm den Myrrhenwein nicht an. Er wollte das Werk der Erlösung ganz und gar vollbringen. Bei klarem Verstand und vollem Bewusstsein. Er lehnte den betäubenden Kelch ab, um den Schmerzenskelch zu trinken. Bis zum letzten Tropfen. 

So wie die Gottlosen die volle Wucht der Strafe Gottes erleiden werden, musste Jesus ebenfalls, anstelle der Glaubenden, die volle Wucht des göttlichen Zorns erleiden. Darum wollte Er das Kreuz nicht erdulden, ohne es zu spüren. 

Wären Seine Sinne betäubt gewesen, hätte Er niemals die gewaltigen Worte am Kreuz sagen können. Nie wäre Sein Leidensschrei zu hören gewesen: „Eli, Eli, lama asabthani? Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen!“ (Markus 15,34). Jesus hätte auch nicht beten können: „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!“ (Lukas 23,34) und Er wäre nicht in der Lage gewesen, mit dem Schächer zu sprechen: „Wahrlich, wahrlich, heute noch wirst du mit mir im Paradies sein“ (Lukas 23,43). Wir hätten auch nie die überwältigenden Worte der Ergebung gehört: „Vater, in Deine Hände befehle ich meinen Geist!“ (V. 46). Auch das letzte Siegeswort am Kreuz hätten wir nicht gekannt: „Es ist vollbracht!“ (Johannes 19,30). Unser Herr und Meister verzichtete auf Erleichterung und Linderung. Er ging nicht den leichteren Weg. Er ging bis zum Äußersten, damit wir vollkommene Erlösung haben. Was für ein unendlich gnädiger Gott!

Die ganze Predigt von Pastor Wolfgang Wegert ist in unserem Predigtarchiv und auf YouTube verfügbar. 

Der tragischste Kuss in der Menschheitsgeschichte

Drei Jahre lang war er Jesus auf Schritt und Tritt gefolgt. Er hatte unzählige Wunder gesehen, Seine außergewöhnlichen Predigten gehört und hautnah die tiefe, liebevolle Gemeinschaft miterlebt. Kaum ein Mensch war so nah dran gewesen wie er. Doch Judas Iskariot war ein großer Heuchler. Und er machte seine Sache gut.

Er war ein Profi darin, sich so glaubwürdig zu verstellen, dass niemand auf den Gedanken kam, dass er den Sohn Gottes verraten würde. Als Jesus am Vorabend der Kreuzigung das Passahfest mit den Jüngern feierte, sagte Er: „Wahrlich, ich sage euch: Einer von euch, der mit mir isst, wird mich verraten! 19 Da fingen sie an, betrübt zu werden und fragten ihn einer nach dem anderen: Doch nicht ich? Und der nächste: Doch nicht ich?“ (Markus 14,18-19; SCL). Keiner ahnte, was Judas im Schilde führte, bis Jesus seine geplante Tat offenbarte und der Verräter das Passahmahl vorzeitig verließ.

Als sie wenig später im Garten Gethsemane wieder aufeinandertrafen, führte Judas eine große Truppe Soldaten an. Der Moment war gekommen. Jesu Leidensweg begann.

Sie kamen mit Fackeln und Lampen, um das Licht der Welt festzunehmen. Sie kamen mit Knüppeln, Stöckern und Schwertern, um den Friedefürst zu verhaften. Sie kamen mit einer Truppe rauer Männer, um den zu ergreifen, der die Kinder segnete, die Sünder liebte und Zöllner veränderte.

Voller Boshaftigkeit trat Judas auf den Messias zu. Vertraut sprach er Ihn mit den Worten: „Rabbi, Rabbi“ an und küsste Ihn zärtlich. Es war der wohl tragischste Kuss in der ganzen Menschheitsgeschichte. Die heuchlerische Show hatte ihren Höhepunkt erreicht. Alle Umstehenden wussten nun, wer derjenige war, den sie verhaften sollten. Und sie führten Ihn ab.

Jesus Christus ging den Weg für uns bis an das Kreuz. Er ging mit Entschlossenheit, um für unsere Sünden zu bezahlen. Wenn Er dieses große Leid erduldete, dann weiß Er auch um unsere Leiden. Er kann sich mit unseren Nöten identifizieren, weil Er sie selbst erlebt hat. Er kennt den Schmerz der Einsamkeit. Er weiß, wie es sich anfühlt, verlassen zu werden – sogar von Seinem eigenen Vater. 

Wie stehen wir zu Jesus? Folgen wir Ihm aus tiefstem Herzen nach oder sind unser Kirchenbesuch, die Ausübung verschiedener Dienste und unser frommes Lächeln womöglich Teil eines heuchlerischen Schauspiels? Mögen wir begreifen, dass es nicht auf unser äußeres Lippenbekenntnis ankommt, sondern darauf, ob Jesus uns kennt. Viele, die ihn süßlich „Herr, Herr“ nennen, wird Er am letzten Tag abweisen. Daher die dringende Aufforderung: Prüfe dich, ob du es ernst meinst!

Die ganze Predigt von Pastor Christian Wegert ist im Arche-Predigtarchiv und auf YouTube verfügbar.