Leben aus Gottes Wort – Eckstein 2018

Das Thema der diesjährigen Arche Ecksteinkonferenz (vom 28. bis 30. September 2018) lautet „Leben aus Gottes Wort“. Es geht um die Frage, welche Rolle die Bibel in unserem täglichen Leben wirklich spielt. Gibt sie uns hier und da gute Tipps für den Alltag, oder prägt sie nachhaltig unser Leben? Lenkt sie unsere Gedanken, formt sie unsere Wünsche und bestimmt sie unsere Hoffnungen? Wie kann ich die Bibel richtig verstehen und auslegen? Welche Wesensmerkmale hat sie? Diese Fragen sind von größter Bedeutung, denn sich mit der Bibel zu sättigen und täglich aus ihr zu leben, bedeutet Kraft, Substanz und geistliche Gesundheit.

Der Hauptsprecher wird Conrad Mbewe sein. Er ist Pastor der Kabwata Baptist Church in Lusaka, Sambia. Seine Gemeinde leitet zurzeit die Gründung von mehr als zwanzig neuer Gemeinden in Afrika – und das besonders in Gegenden, in denen das Evangelium noch nicht verbreitet ist.  Wegen seines hingegebenen, exzellenten Predigtdienstes wird er weithin der „Spurgeon Afrikas“ genannt. Er hat eine einzigartige Gabe, das Wort Gottes klar, frisch und lebensnah zu verkündigen.

Aber auch die Pastoren der Arche werden zu dem oben genannten Thema sprechen. Zum Beispiel die „Bibel in der Seelsorge“, „Lobpreis aus Gottes Wort“ oder „die Bibel in der Familie“. Eine besondere Veranstaltung wird es für die Frauen auf der Konferenz geben. Denn Pastor C. Mbewe bringt auch seine Frau Felistas mit, die zum Thema ein Frauenseminar halten wird. Ein Kinderprogramm wird ebenfalls angeboten.

 

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.ecksteinkonferenz.de

Herzlich willkommen!

Segnung der ersten Absolventen des Pastoren Kollegs

Der diesjährige Pfingstsonntag war ein ganz besonderer in der Geschichte des Gemeinde und Missionswerkes Arche. Seit der Gründung des Pastoren Kollegs im Februar 2014, erhielten die ersten Absolventen im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes ihre Urkunden. Anschließend wurden sie gemeinsam mit ihren Ehefrauen von der Gemeinde gesegnet.

In dem berufsbegleitenden Studium befassten sich die elf Männer mit 19 Modulen, die von Theologen aus dem In- und Ausland gelehrt wurden. So sehr sich die Referenten und Lektionen auch voneinander unterschieden, das Evangelium stand immer im Mittelpunkt.

„Christus-zentrierte Gemeinden brauchen Christus-zentrierte Männer“, betonte Jeff Purswell,  Leiter des Sovereign Grace Pastoren Kollegs, USA, in seiner Rede an die Absolventen. Er ermutigte sie, sich selbst aufzugeben, um Menschen das Wort Gottes zu bringen. Sie sollen Männer sein, die das Evangelium mit ihrem Leben bewahren: „Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre; bleibe beständig dabei!“ (1.Timotheus 4,16).

In einer Welt, die das Kreuz ablehnt und Christen auf brutale Weise verfolgt, erscheint dieser Auftrag vielleicht so aussichtslos, wie der Versuch, den Mount Everest zu erklimmen – ohne das passende Equipment. Doch was, wenn der Schöpfer selbst die nötige Ausrüstung bereithält? Pastor Christian Wegert erinnerte in seiner Predigt an Mose, der so manche Ausrede hervorbrachte, als Gott ihn aufforderte, das Volk Israel aus Ägypten in die Freiheit zu führen.

Mose fühlte sich nicht bereit. Er war kein guter Redner und seine Vergangenheit machte ihn weder vor dem Pharao noch vor dem Volk Israel vertrauenswürdig. Aber Gott ließ sich von diesen Umständen nicht irritieren. Er gebrauchte Mose auf wunderbare Weise. Denn „wenn Gott uns zu einer Aufgabe beruft, wird Er uns mit all dem ausstatten, was nötig ist, um diese zu erfüllen“, lautete das erbauende Fazit der Predigt.

Und das gilt sowohl für die Absolventen des Pastoren Kollegs als auch für jeden einzelnen gläubigen Christen. Der Ruf in einen Dienst mag vor uns liegen, wie ein bedrohliches Gebirge. Was wird uns bei dem Aufstieg erwarten? Werden wir den Berg überwinden können? Aber mit dem Blick auf Jesus Christus gerichtet, schrumpft selbst der Mount Everest zu einer Miniatur-Landschaft. Kein Tal ist zu dunkel, keine Furcht und keine Herausforderung zu groß, denn Gottes Macht ist so viel größer. Gott selbst ist die rettende Botschaft.

Das Lob der tugendhaften Frau aus Sprüche 31

Was hat uns die Frau aus Sprüche 31 eigentlich heute zu sagen? Die Tugenden des geschickten handwerklichen Arbeiten mit Flachs und Wolle sind ja heutzutage eher rar.

Wie kann man verstehen, dass sie vor Sonnenaufgang aufsteht, ihre Lenden und ihre Arme stärkt, aber ihr Licht des Nachts nicht verlischt – braucht diese Frau denn nie Ruhe? Sie ist nur freundlich zu ihrem Mann, kleidet sich in Kraft und Würde und gütige Weisung ist stets auf ihrer Zunge. Wo gibt es denn sowas? Ist diese weise Frau nur eine Utopie oder ist sie uns eher ein Vorbild?

 

Mit diesen Fragen machten sich 60 Arche-Frauen im Alter von 20 bis 75 Jahren zu einem Wochenende am Wittensee auf. Vom 16. bis 18. März wollten wir herausfinden, was Gott sich mit diesem weiblichen Ideal gedacht hat und wie wir es in unserem heutigen Alltag leben können.

Zunächst durften wir feststellen, dass die Grundlage einer Gott wohlgefälligen Frau ihre Beziehung zu ihrem Erlöser ist. Sprüche 31,30 sagt: „Lieblich und schön sein ist nichts; eine Frau, die den Herrn fürchtet, soll man loben“. Die Furcht des Herrn ist der Anfang aller Weisheit. Wohltuend war es zu erkennen, dass Gott allein unsere Kraftquelle ist, dass deswegen unser Licht nicht erlischt, weil Jesus Christus das Licht selbst ist, das in uns brennt. In ihm kann die Frau auch heute alles zu seiner Ehre tun, egal, ob sie Single, Ehefrau, Mutter oder Oma ist. Wo auch immer Gott uns Frauen hingestellt hat, wollen wir zu seiner Ehre leben und uns auf seine Kraft in unserer Schwachheit verlassen. Ihm zu vertrauen gibt uns die Stärke, die wir brauchen.

Durch viele inhaltsreiche Vorträge und intensive Gruppenarbeiten wurden diese Themen behandelt und auf Spaziergängen und während Bastelarbeiten individuell reflektiert. Auch Singen, Lachen und Spielen kamen nicht zu kurz.

Mit einem Abendmahlsgottesdienst mit einer persönlichen Segnungsszeit endete das viel zu kurze Wochenende. Keine Frage, die „Sprüche 31 Frau“ hat uns alle inspiriert ihr nachzueifern. „Sie lacht des kommenden Tages“ – was auch immer kommen mag. Einer geht voran, der uns berufen hat, ihm treu und mit allem Eifer zu dienen. Ja, das wollen wir tun, ganz gleich, wo wir stehen!

Soli Deo Gloria.

Das Amt eines Ältesten – Die Herde weiden

Als sich Paulus auf dem Rückweg seiner dritten Missionsreise befand, machte er halt in Milet, in der Nähe der Stadt Ephesus. Der Heilige Geist hatte ihm gesagt, dass in Rom die Gefangenschaft auf ihn wartet. Also war dies die letzte Gelegenheit , die Ältesten der Gemeinde von Ephesus zusammenzurufen. Er wollte sie unbedingt noch einmal sehen und sie an ihren Dienst erinnern. Die Gemeinde lag dem Apostel sehr am Herzen. Er liebte sie, weil Jesus sie geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat. Diese Liebe zu dem, was seinem Herrn so wertvoll ist, wird in diesen letzten Worten, die er an die Ältesten richtet, sichtbar. Denn er spricht über ihren Leitungsdienst in der Gemeinde. Paulus wollte die Gemeinde Jesu unbedingt in guten Händen wissen.
Was genau gab Paulus den Ältesten in den letzten Stunden der Gemeinschaft mit auf dem Weg? Wie sollen sie ihren Dienst als Leiter der Gemeinde ausführen?

 

1. Ein Ältester ist ein Mann des Evangeliums

Paulus Rede an die Ältesten beginnt mit den Worten: „Ihr wisst, wie ich mich vom ersten Tag an, als ich Asia betrat, die ganze Zeit unter euch verhalten habe, … und wie ich nichts verschwiegen habe von dem, was nützlich ist, sondern es euch verkündigt und euch gelehrt habe, öffentlich und in den Häusern…“ (Apg. 20:18+20).
Mehr als alles andere sind Älteste dazu aufgefordert, das Wort Gottes treu zu predigen und zu lehren. Sei es öffentlich auf der Kanzel oder in kleineren Gruppen und in den Häusern.
Seine Aufforderung lautet also: Seid Männer des Evangeliums! Ein Ältester preist nicht sich selbst, seine Qualifikationen, seine akademischen Errungenschaften, seine Eloquenz oder sein äußeres Erscheinen, sondern Christus den Gekreuzigten. Er muss ein Mann des Evangeliums sein, weil es im Kern um Jesus Christus geht.

 

2. Ein Ältester achtet auf sein persönliches Leben mit Gott

Nachdem Paulus die Ältesten daran erinnert hat, welche ihre erste Aufgabe in der Gemeinde ist, ermahnt er sie: „So habt nun acht auf euch selbst…“  (Apg. 20,28).
Wenn ein Leiter einer Gemeinde sein eigenes geistliches Wohlergehen vernachlässigt, dann wird er sich ganz automatisch auch nicht um den geistlichen Zustand anderer kümmern.
Am Bedeutendsten für das geistliche Wachstum der Gemeinde sind nicht ausgeklügelte Strategien, Lehrprogramme oder eine herausragende Leiterqualifikation, sondern der geistliche Zustand der Leitung.
Deshalb gab Paulus seinem Schüler Timotheus folgendes mit auf den Weg: „Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre; bleibe beständig dabei! Denn wenn du dies tust, wirst du sowohl dich selbst retten als auch die, welche auf dich hören“ (1. Tim. 4,16).

 

3. Ein Ältester hütet die Herde

Ein Ältester ist auch Hüter der Herde, denn Paulus sagt: „So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, um die Gemeinde Gottes zu hüten“ (Apg. 20,28). Sie sind Hirten der Herde. Viele haben dabei ein sehr verklärtes Bild vom Hirtendienst. Er hat wenig mit immer friedlichen, zufriedenen Schafen und Sonnenuntergangsstimmung zu tun. Die Herde zu hüten, ist eine anspruchsvolle und herausfordernde Aufgabe. Schafe werden von allerlei Parasiten befallen, die sich in ihrer Wolle einnisten. Oft werden sie krank, blöken rum und müssen behandelt werden.
Und doch ist die Herde kostbar. Sie wurde zu einem sehr hohen Preis erworben.
Das Kreuz steht auch hier im Zentrum des Denkens. Was hat es Christus gekostet, diese Herde zu erwerben? Sein eigenes, kostbares Blut. Einen höheren Preis kann niemand bezahlen.
Daher ist es ein großartiges Privileg, die Herde Gottes zu hüten.

 

4. Ein Ältester wehrt Angriffe ab

Ein Hirte hat aber nicht nur die Aufgabe, die Herde zu hüten, sondern sie auch gegen Angriffe zu verteidigen. Ein gewissenhafter Ältester oder Pastor nimmt seine Aufgabe ernst. Er ist wachsam und legt sich nicht zum Nickerchen hin, ohne vorher die Umgebung auf Gefahren hin geprüft zu haben. Paulus war sich der Gefahr für die Herde bewusst, deshalb sagte er zu den Ältesten von Ephesus: „Denn das weiß ich, dass nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch hineinkommen werden, die die Herde nicht schonen“ (Apg. 20,29).
Es sind Wölfe, die von außen angreifen aber auch Wölfe, die sich als Schafe getarnt in die Gemeinde einschleichen. Sie gewinnen das Vertrauen der Herde sind aber spalterisch. Wenn sie entlarvt werden, reißen sie manch eines der Schafe mit sich. Daher sind geistliche Leiter ein Geschenk Gottes an die Gemeinde, denn Gott  selbst „hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer“ (Epheser 4,11).
Ihre Aufgabe ist es, sich schützend vor die Herde zu stellen

 

5. Ein Ältester arbeitet nicht für eigenen Gewinn

Ein weiteres wichtiges Kriterium für einen Ältesten ist der Umgang mit Geld. An vielen Stellen lehrt die Bibel, dass die, die für das Evangelium arbeiten, auch versorgt werden sollen. Dennoch ist ein Hirtendienst, Aufseheramt, bzw. Pastorendienst kein normaler Job.  Ein Hirte wird von Gott eingesetzt und er soll vor allem Gott dienen und die Herde versorgen. Paulus hat sich dabei weder selbst bereichert noch sich ein angenehmeres Leben verschafft. Er hat sogar neben seinem Dienst für seinen Lebensunterhalt gearbeitet, ohne der Gemeinde auf der Tasche zu liegen. Er sagt:
Silber oder Gold oder Kleidung habe ich von niemand begehrt; ihr wisst ja selbst, dass diese Hände für meine Bedürfnisse und für diejenigen meiner Gefährten gesorgt haben. In allem habe ich euch gezeigt, dass man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen soll, eingedenk der Worte des Herrn Jesus, der selbst gesagt hat: Geben ist glückseliger als Nehmen!“ (Apg. 20,33-35).
Paulus will damit kein neues Gesetz aufstellen, denn wer für das Evangelium arbeitet, soll davon auch leben können (1. Kor. 9,13-14). Aber er gibt hier ein Beispiel dafür, dass es einem Hirten in aller erster Linie um seinen Dienst und nicht um den Verdienst gehen soll.

 

6. Ein Ältester vertraut Gott und dem Wort seiner Gnade

All diese Anforderungen an einen Ältesten oder Pastor machen uns klar, um was für ein Amt es sich hier handelt. Es ist ein fordernder, aber überaus wertvoller Dienst. Kein Mann kann aus eigener Kraft diese Aufgabe Gott wohlgefällig ausüben. Paulus ist sich dessen mehr als bewusst und lässt deshalb die Ältesten nicht allein mit Aufforderungen zurück, sondern mit einer großen Ermutigung: „Und nun, Brüder, übergebe ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, das die Kraft hat, euch aufzuerbauen und ein Erbteil zu geben unter allen Geheiligten“ (Apg. 20,32).
Mit anderen Worten: „Ihr lieben Brüder, Gott setzt euch als Älteste über die Gemeinde und erwartet von euch, dass ihr diesen Dienst treu ausführt. Aber er hat bereits alles getan, damit ihr die Kraft und die Fähigkeit habt, es auch zu schaffen“. Er lenkt sie zur alleinigen Quelle ihrer Hoffnung. Er führt sie zu Gott, der allein ihr Versorger ist. Er wird sie auferbauen. Wie dringend hatten sie das doch nötig. Und wie sehr brauchen auch wir das heute.

 

(Dies ist ein Auszug aus der Predigt „Das Amt eines Ältesten – Die Herde weiden“ vom 18.02.2018. Die ganze Predigt können sie HIER anhören.

Christian Wegert in Görlitz

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Evangelium für unser Land“ spricht Pastor Christian Wegert

am Samstag, den 03. März 2018

in Görlitz. Es besteht auch die Möglichkeit sich am Arche Stand über die Gemeinde- und Missionsarbeit zu informieren. Wir freuen uns auf viele Missionsfreunde und Fernsehzuschauer. Bringt gerne auch Freunde, Nachbarn und Bekannte mit. Jeder ist herzlich willkommen!

Hier die genauen Daten:

Görlitz
Samstag, 03.03.2018 | 15:00 Uhr

Jugendhaus „Wartburg“ (Großer Saal)
Johannes-Wüsten-Straße 21
02826 Görlitz

 

Internationaler Gottesdienst der Arche

Wie auch schon die letzten Jahre, feiert die Arche den internationalen Gottesdienst.
Als Jesus in den Himmel zu seinem Vater zurückkehrte rief er seine Jünger dazu auf, alle Völker zu Jüngern zu machen. Die Frucht seines Wirkens dürfen wir heute sehen.
Jesu Liebe gilt Menschen aus allen Völkern und Nationen der Erde – unabhängig von der Sprache, Kultur und Hautfarbe. Mit Glaubensgeschwistern aus über 50 Nationen und weit über 1000 Besuchern freuen wir uns auf einen lebendigen Gottesdienst am

25.02.2018 um 10:00 Uhr

mit anschließendem Buffet mit kulinarischen Köstlichkeiten aus aller Welt.
Herzlich willkommen!

Auch für das Jahr 2018 gilt: Fürchte dich nicht!

Die Missionsreisen des Apostels Paulus waren sehr kräftezehrend. In Philippi wurde er brutal geschlagen und ins Gefängnis geworfen. Aus Thessalonich musste er in der Nacht vor einer aufgebrachten Menschenmenge fliehen. In Beröa wiegelten die Feinde des Evangeliums Teile der Bevölkerung gegen ihn auf. Und wieder musste er die Stadt verlassen. In Athen wurde er zwar nicht körperlich angegriffen, aber in seinem Inneren. Als er nämlich die vielen Götzen in der Stadt sah, ergrimmte sein Geist. Die Rede, die er dann auf dem Areopag hielt, erzeugte bei seinen Zuhörern Spott und Hohn.
Und dann kam Paulus nach Korinth. Die Anstrengungen der Missionsreise mit allen physischen und geistlichen Angriffen waren nicht spurlos an ihm vorübergegangen. Wie er sich damals fühlte, drückte er später in einem Brief an die Korinther so aus: „Ich war in Schwachheit und mit viel Furcht und Zittern bei euch“ (1. Korinther 2,3).
So kann es auch uns heute im Dienst für das Evangelium gehen. Wir verkündigen Jesus Christus als den Gekreuzigten und werden dafür geschmäht, verlacht und verspottet. Vielleicht erlebst du das in deiner eigenen Familie oder auf dem Arbeitsplatz. Auch im Gemeindeleben sind Rückschläge nicht selten, und manchmal sind wir entmutigt.

Fürchte dich nicht
Aber unser Herr hatte seinen Diener Paulus nicht vergessen. In einer Nachtvision sprach Er zu ihm: „Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht!“ (Apostelgeschichte 18,9).
Dieses „Fürchte dich nicht“ gilt nicht nur dem großen Apostel, sondern jedem Kind Gottes. Denn diesen Zuspruch finden wir oft in der Bibel. Zu Abraham sagte der Herr: „Fürchte dich nicht, Abram, ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn!“ (1. Mose 15,1).
Als Hagar mit ihrem Sohn in die Wüste getrieben worden war und sie keine Hoffnung mehr für ihr Leben hatte, sagte der Herr ebenfalls zu ihr: „Fürchte dich nicht!“ (1. Mose 21,17). Und als Josua der Nachfolger von Mose werden sollte und er aufgrund der großen Aufgabe und Verantwortung zitterte, sprach Gott zu ihm: „Fürchte dich nicht und erschrick nicht!“ (5. Mose 31,8). Auch als die Jünger in Seenot waren, kam der Herr Jesus zu ihnen über das Wasser und sagte: „Fürchtet euch nicht“ (Matthäus 14,27). Und am Ostermorgen hörten die Frauen am leeren Grab Jesu die Worte des Engels: „Fürchtet euch nicht!“ (Matthäus 28,5). Zu Beginn dieses neuen Jahres ruft der Herr auch dir ganz persönlich diese Mut machenden Worte zu. Denn Er kennt dich und deine Sorgen und will dich gerne trösten, so wie Er es mit dem niedergeschlagenen und erschöpften Paulus in Korinth tat.

1. Denn ich bin mit dir!
Aber warum sollte Paulus sich nicht fürchten? Der Herr nannte ihm drei Gründe. Zuerst sagte Er: „Fürchte dich nicht, … denn ich bin mit dir“ (Apostelgeschichte 18,10). Was gibt es für einen größeren Zuspruch als die Zusage, dass der Herr selbst mit uns ist! So hat Er es uns ja auch verheißen, als Er sagte: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage!“ (Matthäus 28,20). Wenn der Herr mit uns ist, dann ist Er nicht fern, sondern uns ganz nahe. Er sagt: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein. Wenn du durchs Wasser gehst, so will ich bei dir sein“ (Jesaja 43,1-2).

2. Niemand soll dir schaden
Und weiter sagte der Herr zu Paulus: „Fürchte dich nicht, … niemand soll sich unterstehen, dir zu schaden“ (Apostelgeschichte 18,10). Das erinnert mich an Schulkinder, die sich oft einen großen Bruder wünschen. Durch ihn fühlen sie sich vor bösen Kameraden sicher, weil sie ja einen starken Jungen zur Hilfe rufen können. Wenn dieser dann kommt, ermahnt er die Angreifer, dass sie sich unterstehen sollen, seinem Geschwisterkind zu schaden. Als Kinder Gottes haben wir weit mehr als einen irdischen „großen Bruder“ – nämlich den ewigen und allmächtigen Vater im Himmel. Auf Ihn dürfen wir uns berufen, denn Er sagt: „Niemand soll sich unterstehen, dir zu schaden!“ Er ist unser Schutz und unsere Hilfe, darum brauchen wir uns nicht zu fürchten!

3. Ein großes Volk in dieser Stadt!
Aber diese beiden wunderbaren Zusprüche sind noch nicht alles. Unser Herr legte zur Ermutigung für Seinen Diener Paulus noch eine Zusage obendrauf: „Fürchte dich nicht, … denn ich habe ein großes Volk in dieser Stadt!“ (V. 10). Das muss dem Apostel gutgetan haben. Im Moment war von dem großen Volk in Korinth ja noch nicht viel zu sehen. Als er dort ankam, gab es so gut wie keine Christen. Doch nach und nach bekehrten sich Menschen, und es sollten immer und immer mehr werden. Sollte dies geschehen, weil Paulus so clever evangelisierte oder so eloquent predigte? Nein, es sollte geschehen, weil Gott selbst sich in Korinth Menschen zur Rettung erwählt hatte. Für den Herrn war das große Volk Gottes in Korinth schon beschlossene Sache, denn Er sagte: „Ich habe ein großes Volk in dieser Stadt!“ Deswegen konnte Paulus voller Zuversicht den Dienst am Evangelium fortsetzen, denn der Herr hatte bereits dort Menschen das ewige Leben verordnet (Apostelgeschichte 13,48).
An dieser Zusage Gottes wollen wir im neuen Jahr festhalten. Wir brauchen uns nicht zu fürchten, denn der Herr ist mit uns, Er ist unser Schutz, und Er hat ein großes Volk in den Städten und Ländern dieser Welt – und gewiss auch in deiner Familie. Deswegen setzen wir voller Zuversicht und Vertrauen die Arbeit fort und wollen reden und nicht schweigen.

Christian Wegert

 

Dieser Artikel ist in der Jannuar Ausgabe 2018 der Taube (kann <hier> kostenlos bestellt werden), dem monatlichen Nachrichtenblatt der Arche, erschienen.

 

Das Arche Pastoren Kolleg 2018

Das Arche Pastoren Kolleg ist eine Einrichtung, die junge Männer auf einen pastoralen Dienst vorbereiten und Pastoren in ihrer Arbeit stärken möchte. Dadurch wollen wir unser Anliegen fördern, Evangeliumszentrierte Gemeinden zu gründen und bestehende zu unterstützen.

Die Vorlesungsmodule sind biblisch und theologisch fundiert. Ziel ist es, Pastoren auszubilden, die das Evangelium von unserem Herrn Jesus Christus leben und lehren.
Begleitend werden Treffen für die Ehefrauen angeboten, bei denen sie ermutigt und gestärkt werden sollen, ihre Rolle als Gehilfin ihres Ehemannes mit Freude zu leben.
Die Studenten sind Männer, die einen Ruf Gottes auf ihrem Leben verspüren. Dieser innere Ruf soll während des Studiums evaluiert und durch das Zeugnis der Leiterschaft bestätigt werden. Alle Studenten stimmen dem Glaubensbekenntnis der Arche zu (vgl.www.arche-gemeinde.de) und wissen sich den Lehren des Gnadenevangeliums tief verbunden.
Männer, die bereits Älteste und Pastoren sind, sowie solche, die ein inneres Drängen zum vollzeitlichen Dienst verspüren, laden wir herzlich ein, sich bei uns zu melden. Gerne sprechen wir mit Euch, ob das Arche Pastoren Kolleg der Weg Gottes für Euer Leben sein könnte.

Ansprechpartner: Markus Kniesel
pastorenkolleg@arche-gemeinde.de

Vorlesungsmodule 2018

Altes Testament – Teil 3, Psalmen und Sprüche
26.–29. Januar
mit Pastor Dr. Iain Duguid,
Prof. am Westminster Theolog. Seminar

Systematische Theologie – Teil 4
18.–21. Mai
mit Pastor Jeff Purswell,
Pastors College Sovereign Grace Churches

Abschluss für die Absolventen des ersten Studiendurchgang
mit Urkundenverleihung

Start eines neuen Studiendurchgangs

Systematische Theologie – Teil 1
16.–19. November
mit Pastor Markus Kniesel,
Arche Gemeinde 

Das gereinigte Licht

Eine weihnachtliche Andacht von Pastor Wolfgang Wegert.

Der Bauernsohn, Prediger und Erwecker Norwegens Hans Nielsen Hauge verbrachte wegen seines Glaubens viele Jahre im Gefängnis, so auch Weihnachten im Jahr 1805. Er saß in seiner Zelle auf der harten Pritsche, das Gesicht in seinen Händen vergraben. In seiner Seele tobte ein heißer Kampf. Nicht einmal zu Weihnachten durfte er Besuch empfangen. Sollte er den Rest seines Lebens in dunkler Isolationshaft verbringen und nie wieder die Gesichter seiner Lieben sehen? Er war nahe dran, mit Gott zu hadern, und weinte sehr.

Jesus, meine Zuversicht

Aber mitten in seine Depression hinein ertönten aus der Ferne plötzlich die Heiligabend-Glocken – wie ein Gruß aus dem Himmel. Das packte ihn so sehr, dass er anbetend auf seine Knie niedersank und eine tiefe Freude vom Herrn über ihn kam. Danach stand er auf und stimmte voll inneren Glücks das bekannte Lied an: „Jesus, meine Zuversicht und mein Heiland, ist im Leben … sollt ich nicht darum mich zufriedengeben, was die lange Todesnacht mir auch für Gedanken macht? … Seid getrost und hocherfreut, Jesus trägt euch, Seine Glieder. Gebt nicht statt der Traurigkeit: Sterbt ihr, Christus ruft euch wieder!“

Wenn Hauge dieses Lied in seiner Zelle nicht laut gesungen hätte, hätte er nie mitbekommen, dass draußen am Zaun zwei seiner geliebten Brüder standen. Samson Traae und Ole Rörsveen waren von weit her zu Fuß gekommen, um ihn zu besuchen. Aber trotz Bitten und Betteln hatte man auch sie nicht zu Hauge gelassen. Und so standen sie enttäuscht und deprimiert am Gefängniszaun und rätselten, hinter welchem Gitterfenster ihr Freund wohl einsitzen würde. Und da auf einmal hörten sie das Lied der Zuversicht von oben aus einer der Zellen. Sie erkannten sofort, dass es Hauge war, der da sang. Atemlos lauschten sie dem Lied bis zu Ende. Und als es verstummt war, erhoben sie ihre Stimmen und sangen dasselbe Lied „Jesus, meine Zuversicht“ von Herzen zurück. Der gefangene Erweckungsprediger horchte auf. Waren das nicht die Stimmen seiner Glaubensbrüder? Er trat an das Gitterfenster. Die Brüder unten sahen ihn und weinten vor Freude. Und doch wollte es sie sehr schmerzen, dass sie kein persönliches Wort von ihm hören konnten, keine Botschaft für die Gemeinden.

Das gereinigte Talglicht

Aber da sahen sie plötzlich am Fenster den schwach brennenden Docht eines Talglichtes, das Hans Nielsen Hauge hochhielt. Lautete etwa seine Botschaft, dass das Licht über Dunkelheit, Verfolgung und Gefängnis siegen wird? Während sie darüber noch nachdachten, verschwand das kleine Lichtlein und tauchte nach einer Weile überraschend wieder auf. Hauge hatte jetzt in der anderen Hand eine Lichtschere und putzte das Lichtlein, woraufhin sich eine feste Flamme erhob, die sehr hell leuchtete. Während Hauge sie hochhielt, sang er das Lied „Ein feste Burg ist unser Gott“. Nachdem die letzte Strophe verklungen war, nahm er auch die Lampe wieder runter. Samson Traae und Ole Rörsveen blieben noch lange aufgewühlt und nachdenklich am Zaun stehen, ehe sie wieder aufbrachen und von Trondheim aus den langen Weg bis nach Bergen zurückgingen.

Sie hatten Hauge nicht persönlich treffen können, seine Botschaft aber hatten die beiden Brüder verstanden: Es gilt, das Licht des Evangeliums rein und hell zu erhalten, damit es der Welt leuchten kann. Dazu ist eine reine Gemeinde nötig – eine, die Licht und nicht Zwielicht ist. Auch jeder persönlich soll Licht der Welt sein (Matthäus 5,14-16). Aber das können wir nicht ohne eine Behandlung durch die Dochtschere. Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren Kerzen gewöhnlich aus tierischem Fett (Talg) gefertigt und rußten und tropften umso stärker, je länger der nicht brennbare Docht wurde. Deshalb musste dieser regelmäßig gekürzt werden, was in großen Räumen mit vielen Kerzen eine konstante Arbeit erforderte. So ist auch an uns eine konstante Arbeit nötig. Unser alter Mensch, der stinkende Docht, muss ständig gekürzt werden. Sonst rußen wir und verpesten mehr die Luft, als dass wir leuchten. Darum sagt die Schrift: „Weil wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes zur Vollendung der Heiligkeit in Gottesfurcht!“ (2. Korinther 7,1).

Aber die Botschaft des Hans Nielsen Hauge war nicht nur die, dass wir uns durch ein tägliches „Ablegen“ unseres alten Menschen reinigen sollen, sondern auch die, dass das ebenso durch Not und Trübsal geschieht. Kummer und Leiden sind eine enorm gute „Lichtschere“. Sie beschneiden unser immer noch so böses Herz auf effektive Weise. So bedenkt, dass unsere Bedrängnisse nie umsonst sind. Der Herr benutzt sie dazu, uns zu reinigen und zu heiligen, damit wir immer wieder neu leuchten und zu Seiner Ehre hell erstrahlen – auch an Weihnachten. Das schenke uns der eingeborene Sohn vom Vater.

Das Wunder von Weihnachten – Ein Musical des Arche-Chores

Was verbinden wir mit Weihnachten? Geschmückte Tannenbäume, gutes Essen, viele Geschenke, Familienfeste und Feiern und vielleicht denkt man auch an das Christkind. Nur viele wissen gar nicht mehr, wer damit eigentlich gemeint ist und was genau wir an Weihnachten so ausgiebig feiern.
In der großen Arche Halle in Hamburg Stellingen geben über 50 Musiker, Sänger und Darsteller die Antwort. Sie präsentieren die Geschichte von Weihnachten als hoch dramatisches und gleichzeitig fröhliches und besinnliches Musical. Das Wunder von Weihnachten nimmt die Zuschauer direkt mit hinein in das größte Ereignis der Weltgeschichte, welches bis heute unseren Kalender bestimmt – die Geburt Christi. Das Drehbuch ist im Grunde die Bibel, die uns berichtet, dass der Sohn Gottes als das Licht in eine dunkle Welt kam, um Menschen den Weg zum Himmel zu weisen. Gott wurde Mensch! Doch er wurde abgelehnt, man hatte keinen Platz für ihn. Der damalige Machthaber in Jerusalem suchte ihn sogar aus dem Weg zu räumen und scheute dabei auch nicht vor einem Massenmord an kleinen Kindern. Die himmlische Mission konnte aber niemand aufhalten. Die bekannten Worte des Engels, anlässlich der Geburt des versprochenen Retters, lauten: „Friede auf Erden, den Menschen Seines Wohlgefallens!“. Diese beste Nachricht der Welt gilt natürlich auch für unsere unruhige Zeit voller Krisen und Ängste.
„Neben dem ganzen Trubel und Kommerz um Weihnachten hat man auch heute keinen Platz für das Kind in der Krippe. Den, der echten Frieden bringt, hat man vergessen, dabei sehnt man sich doch so sehr nach Frieden in der Welt, der in unseren Herzen beginnt“, so die Musikleiterin der Arche, Norma Huck. Sie möchte mit den Choristen und Musikern, die bereits über verschiedene TV-Produktionen bekannt geworden sind, auf die wahre Bedeutung von Weihnachten hinweisen, dass Jesus Christus als der Retter in diese Welt gekommen ist. Er kam für verlorene Menschen, die keine Hoffnung mehr haben. Der Sohn Gottes starb stellvertretend für die uns belastende Schuld an einem Kreuz, damit wir durch den Glauben an seine Erlösungstat mit Gott versöhnt werden und das ewige Leben haben. Insofern treffen in diesem Musical sogar Weihnachten und Ostern zusammen, was bekanntlich ein Ausdruck größter Freude ist. 
Das Musical „Das Wunder von Weihnachten“ findet statt am

Sonntag, den 17.12. um 17:00 Uhr

in der Evangelisch-reformierten Freikirche Arche, im Doerriesweg 7, in 22525 Hamburg-Stellingen. Der Eintritt ist frei!

Weitere besondere Veranstaltungen in der Arche:
Adventsgottesdienste jeden Sonntag um 10:00 Uhr
Heiligabendgottesdienst am 24.12. um 16:00 Uhr
Weihnachtsgottesdienst am 25.12. um 10:00 Uhr