Archiv für den Autor: Mirjana Joy Mertin

NEU: Die Arche auf Youtube

Ab sofort sind die aktuellen Fernsehpredigten nicht nur auf der Arche-Website, sondern auch auf unserem neuen Youtube-Kanal zu finden. Derzeit beschränkt sich die Clip-Auswahl noch auf die Reihe Das erste Buch Mose. Mit dem Start der neuen TV-Predigtserie „Nehemia“ können ab Oktober alle neuen Sendungen auf Youtube angesehen werden – immer und überall. Jetzt abonnieren, streamen und kommentieren!

Youtube: Gemeinde und Missionswerk Arche e.V.

Ist Jesus zu hart?

„Meine Tochter ist schlimm von einem Dämon besessen! Bitte befreie sie!“, flehte die Frau und warf sich vor Jesus auf den Boden. Sie war nicht die Erste, die mit ihrem Herzensanliegen zum Sohn Gottes kam. Aber sie war keine Jüdin, sondern Syrophönizierin.

Wie reagierte Jesus auf das Flehen der „Heidin“? Entgegen der liebevollen Worte, die er sonst für die verzweifelten Menschen fand, begegnete er der Frau in Markus 7, 27 sehr abweisend. Er verglich sie sogar mit einem Hund: „Lass zuvor die Kinder satt werden! Denn es ist nicht recht, dass man das Brot der Kinder nimmt und es den Hunden hinwirft!“

Jesus machte unmissverständlich klar: „Heilung gilt den Juden, nicht den Heiden. Nicht dir.“ Harte Worte. Der Sohn Gottes war die einzige Hoffnung dieser Frau und Er verwehrte ihr das Wunder. Doch es ist nicht das Ende der Geschichte.

Welche biblische Wahrheit verbirgt sich hinter der scheinbar hartherzigen Zurückweisung und was bedeutet diese für uns persönlich? Die aktuelle Predigt von Pastor Wolfgang Wegert ist jetzt als Podcast auf der Arche-Website oder in iTunes verfügbar.

Christian Wegert in Kaiserslautern

An alle Arche-Freunde in Rheinland-Pfalz und Umgebung: Vom 13. – 15. September 2019 feiert die Hoffnungskirche ihr 15-jähriges Jubiläum. Zu diesem besonderen Anlass wird Pastor Christian Wegert in Kaiserslautern sein und predigen.

Seit ein paar Jahren verbindet die Arche eine enge Freundschaft zu der Gemeinde und wir laden herzlich ein, das Jubiläumswochenende mitzuerleben:

Hoffnungskirche Kaiserslautern
Landolfstraße 1
67661 Kaiserslautern


Veranstaltungen:
Freitag, 13.09. um 19.00 Uhr
Samstag, 14.09. ab 15.00 Uhr
Sonntag, 15.09. um 10.00 Uhr

Wir freuen uns auf euch!

Eckstein/E21-Konferenz mit John Piper

Der Countdown läuft. Nur noch wenige Wochen, dann beginnt die diesjährige Gemeinschaftskonferenz Eckstein/Evangelium21 unter dem Thema „Sehnsucht nach Gott“. Mit dabei sind der bekannte US-amerikanische Pastor John Piper, Gründer von DesiringGod.org und Autor von mehr als 50 Büchern, die Pastoren Christian und Wolfgang Wegert aus der Arche Gemeinde, Pastor Matthias Lohmann, erster Vorsitzender von Evangelium21 u.a.  

Viele Christen kennen den täglichen Glaubenskampf und vergessen oft etwas Entscheidendes: „Die Freude am Herrn ist unsere Stärke“ (Neh 8,10). Das Leben mit Jesus auf dieser Erde ist nicht immer leicht. Nachfolge bedeutet nicht nur Sonnenschein, sondern auch Widerstand und Leid. Doch die Bibel verspricht den Gläubigen eine unbeschreiblich tiefe Freude. Eine Freude, die allein in Jesus Christus zu finden ist. Darum ermutigen und rufen wir mit dem Apostel Paulus: „Freut euch!“ – und treffen uns dieses Jahr unter dem Motto: „Sehnsucht nach Gott“.

Leider ist die Konferenz ausgebucht und auch Tagesgäste können nicht ohne Konferenzticket teilnehmen. Doch es gibt gute Nachrichten: Die Vorträge stehen im Anschluss auf der Arche-Website und in iTunes zur Verfügung.

Segnung der ersten Absolventen des Pastoren Kollegs

Der diesjährige Pfingstsonntag war ein ganz besonderer in der Geschichte des Gemeinde und Missionswerkes Arche. Seit der Gründung des Pastoren Kollegs im Februar 2014, erhielten die ersten Absolventen im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes ihre Urkunden. Anschließend wurden sie gemeinsam mit ihren Ehefrauen von der Gemeinde gesegnet.

In dem berufsbegleitenden Studium befassten sich die elf Männer mit 19 Modulen, die von Theologen aus dem In- und Ausland gelehrt wurden. So sehr sich die Referenten und Lektionen auch voneinander unterschieden, das Evangelium stand immer im Mittelpunkt.

„Christus-zentrierte Gemeinden brauchen Christus-zentrierte Männer“, betonte Jeff Purswell,  Leiter des Sovereign Grace Pastoren Kollegs, USA, in seiner Rede an die Absolventen. Er ermutigte sie, sich selbst aufzugeben, um Menschen das Wort Gottes zu bringen. Sie sollen Männer sein, die das Evangelium mit ihrem Leben bewahren: „Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre; bleibe beständig dabei!“ (1.Timotheus 4,16).

In einer Welt, die das Kreuz ablehnt und Christen auf brutale Weise verfolgt, erscheint dieser Auftrag vielleicht so aussichtslos, wie der Versuch, den Mount Everest zu erklimmen – ohne das passende Equipment. Doch was, wenn der Schöpfer selbst die nötige Ausrüstung bereithält? Pastor Christian Wegert erinnerte in seiner Predigt an Mose, der so manche Ausrede hervorbrachte, als Gott ihn aufforderte, das Volk Israel aus Ägypten in die Freiheit zu führen.

Mose fühlte sich nicht bereit. Er war kein guter Redner und seine Vergangenheit machte ihn weder vor dem Pharao noch vor dem Volk Israel vertrauenswürdig. Aber Gott ließ sich von diesen Umständen nicht irritieren. Er gebrauchte Mose auf wunderbare Weise. Denn „wenn Gott uns zu einer Aufgabe beruft, wird Er uns mit all dem ausstatten, was nötig ist, um diese zu erfüllen“, lautete das erbauende Fazit der Predigt.

Und das gilt sowohl für die Absolventen des Pastoren Kollegs als auch für jeden einzelnen gläubigen Christen. Der Ruf in einen Dienst mag vor uns liegen, wie ein bedrohliches Gebirge. Was wird uns bei dem Aufstieg erwarten? Werden wir den Berg überwinden können? Aber mit dem Blick auf Jesus Christus gerichtet, schrumpft selbst der Mount Everest zu einer Miniatur-Landschaft. Kein Tal ist zu dunkel, keine Furcht und keine Herausforderung zu groß, denn Gottes Macht ist so viel größer. Gott selbst ist die rettende Botschaft.

Taufe von Flüchtlingen in der Arche

2016-08-TäuflingeAuch in der Arche Gemeinde haben sich in den letzten Monaten viele Flüchtlinge eingefunden. Regelmäßig trifft sich eine Gruppe von 40 Eritreern zum Gottesdienst und Gebet und erleben, wie immer mehr von ihnen zum lebendigen Glauben an Jesus finden. Erst kürzlich ließen sich eine ganze Reihe von ihnen taufen. Einer von ihnen ist Michael Simhendi, dessen dramatisches Glaubensbekenntnis wir hier abdrucken:

Ich bin ledig und habe zuerst von einer Nachbarin von Jesus gehört. Immer, wenn ich zu ihr ging, hat sie Lieder über Jesus gehört und mir dann auch von Ihm erzählt.

An meinem Wohnort hat die Behörde eine Razzia gemacht und überprüft, wer zum Militär musste und sich bisher versteckt hatte. Da wurde ich erwischt und nach Sawa gebracht. Unter den Soldaten dort war ein Christ, der mir dann intensiv von Jesus erzählt hat. Circa ein Monat lang habe ich mich mit diesem Christen und anderen geheim zu Bibelstunden getroffen.

2016-08-Täuflinge2Dann bin ich nach Äthiopien geflüchtet und weiter in den Sudan. Dort kam ich zu meinem leiblichen Bruder, der auch gläubig ist. Er sprach mit mir intensiv über die Bibel und konnte mir viele Fragen beantworten. Ich habe mein Herz für Jesus geöffnet und Ihm mein Leben gegeben.

Dann machte ich mich auf den Weg nach Libyen. Unterwegs wurden meine Reisegenossen und ich sehr müde, und wir hatten auch kein Wasser mehr. Ein Mann konnte dann nicht mehr weiter und starb. Das war ein sehr schlimmes Erlebnis.

2016-08-Täuflinge3Von Libyen aus wurden wir mit einem Pickup zu einem Ort gebracht, von wo aus die Boote über das Mittelmeer starten. Diese Autos fahren sehr schnell, weil die Fahrer nicht erwischt werden wollen und auch oft unter Drogen stehen. Die Flüchtlinge sind dabei auf der Ladefläche untergebracht und sind überhaupt nicht gesichert. Sie können während der rasenden Fahrt nur auf dem Pickup bleiben, indem sie sich aneinander festhalten. Eine Frau schaffte das nicht mehr und fiel vom Auto. Sie brach sich dabei einen Wirbelknochen und konnte nicht weiter. Drei andere und ich wollten sie nicht alleine lassen, und so blieben wir mit ihr über ein Jahr an diesem Ort.

Dann machten wir uns auf den Weg über das Meer. Zwei von den Männern nahmen als Erste von uns ein Boot – aber das kenterte, und sie ertranken. Dann wollte ich mit der kranken Frau und einer Freundin ein Boot nehmen. Aber ich kam nicht mehr in das Boot, weil es schon voll war. Auch dieses Boot kenterte, und die beiden Frauen ertranken. Ich bin also der einzige Überlebende von der Fünfer-Gruppe! Das machte mir seelisch sehr zu schaffen, und es ging mir eine ganze Weile nicht gut.

Ganz unnormal war dabei, dass die Schlepper nicht wollten, dass ich auf das volle Boot ging. Normalerweise sagen sie so etwas nicht, sondern sie stopfen so viele Menschen wie möglich rein. Dass es diesmal anders war, sah ich als ein Handeln Gottes an, der mich dadurch vor dem Tod bewahrte. Das hat mein Herz so bewegt, dass ich Ihm versprach, nur mit Ihm und für Ihn zu leben. Jetzt gehört Jesus mir, und ich gehöre meinem Herrn! In der Taufe möchte ich gemäß Römer 6 deutlich machen, dass mein altes Leben ohne Gott der Vergangenheit angehört und begraben ist und ich nun ein neues Leben von Jesus geschenkt bekommen habe und ihm nachfolge.2016-08-Täuflinge4

Arche Kids auf großer Fahrt!

DSC_5573Die diesjährige Kinderfreizeit stand unter dem Motto „Seefahrt“. Bei sommerlichen Temperaturen fuhr das Mitarbeiterteam mit den Kindern, oder besser gesagt den „Leichtmatrosen“, nach Westerhever an die Nordsee. Hier fanden sie eine schöne Unterkunft und ein großartiges Gelände mit Kletterwald und Fußballplatz vor. Ein idealer Ort für die Kinder, um ihre Ausbildung zum Matrosen zu absolvieren.

DSC04433Dafür mussten sie allerhand Prüfungen ablegen, die sie im Team und mit viel Spaß und Ausdauer meisterten, wie z.B. das Deck schrubben, Kartoffeln schälen, Landkarten lesen, das Schiff reparieren und beladen. Des Weiteren lernten die Kinder die Seemannssprache und die Bedeutung verschiedener Fahnen. Es wurden auch Muschelketten gebastelt, Knoten für ein Knotenbrett gemacht und ein Seesack bemalt. Die Ergebnisse wurden in ein Logbuch eingetragen und natürlich bestanden alle die Prüfung.

Das Thema der Freizeit war der Prophet Jona. Dieser bekam von Gott den Auftrag in die große Stadt Ninive zu gehen, um die Bewohner zur Umkehr von falschen Wegen aufzufordern. Jona  wollte dieser Aufforderung jedoch nicht nachkommen und fuhr mit einem Schiff zuerst in die entgegengesetzte Richtung, bis Gott ihm liebevollen Nachhilfeunterricht gab und er nach einem Umweg schließlich doch nach Ninive ging. Durch die Gnade Gottes erkannten die Menschen von Ninive ihr gottloses Handeln und baten um Vergebung. Gott ließ Gnade walten  und verschonte die Stadt, während Jona jedoch anderer Meinung war.DSC04542

Gott setzt alles daran, dass Menschen gerettet werden. Viele Jahrhunderte später ging Gott aufs Ganze: Er sandte aus Liebe zu uns Menschen seinen Sohn. Jesus starb am Kreuz, damit Menschen gerettet werden.

Neben der Betrachtung der biblischen Geschichte wurde gemeinsam gesungen, getanzt, Fußball und Tischtennis gespielt. Zudem gab es eine Wattwanderung und ein besonderes Seemannsfest mit tollen Beiträgen. „Leider gingen die drei Tage viel zu schnell zu Ende“, so die Meinung der Freizeitgruppe.DSC_5516

Über 50 Nationen feierten einen internationalen Gottesdienst

Arche ChorAuschnittSeit Monaten ist die Flüchtlingskrise beherrschendes Thema in Medien und Gesellschaft und viele Menschen zeigen sich besorgt, was die Zukunft und das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft anbelangt. Am Valentinstag feierten in der Arche über 1000 Besucher aus über 50 Nationen einen fröhlichen und farbenfrohen Gottesdienst, um damit ihre Liebe und Verbundenheit zu ihrem Schöpfer und untereinander zum Ausdruck zu bringen. Christen aus aller Welt sind eine große Familie! Verschiedene kreative und musikalische Beiträge in der jeweiligen Landessprache sowie farbenfrohe Trachten sorgten für große Begeisterung.

 

Eritreische Sänger2Insbesondere der Auftritt einer Gruppe junger Flüchtlinge aus Eritrea bewegte die Gemeinde sehr. In einem Lied in ihrer Landessprache tigrinya schilderten sie, dass das erlebte Leid in der Verfolgung und auf der Flucht ihren Glauben und ihr Vertrauen zu Gott niemals zerstören konnte. Stattdessen sangen sie voller Freude, die während des Auftritts auf die Besucher überging, aber auch für manche Tränen der Rührung sorgten.

Blick in die Arche Halle2Die Aussage der inhaltsstarken Lieder und der Predigt von Pastor Christian Wegert war unmissverständlich: In Jesus Christus finden Menschen Versöhnung untereinander und mit Gott. Seine Liebe gilt Menschen aus allen Völkern und Nationen der Erde – unabhängig von der Sprache, Kultur und Hautfarbe. Das einzige Navigationsgerät, das uns Menschen den Weg zum ewigen Leben weist, ist das Evangelium. Durch Jesu Tod und Auferstehung dürfen wir Rettung finden und Gottes Gnade empfangen. Während Jesus am Kreuz stellvertretend für uns, unsere Sünde auf sich nahm, wird uns seine Gerechtigkeit durch den Glauben an ihn zugerechnet. Wer sein Leben Jesus anvertraut, darf sich zur Familie Gottes zählen und tiefe Freude und Frieden bei Ihm finden.

Anschließend wurde in verschiedenen Sprachen für die Situation der Migranten und Flüchtlinge in Deutschland gebetet und gemeinsam gesungen, ehe der Gottesdienst mit dem „Vater unser“, was jeder in seiner Sprache betete, endete.

Essen2Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Bei einem gemeinsamen Mittagessen in den weitläufigen Gemeinderäumen gab es im Anschluss die Möglichkeit einander besser kennenzulernen und Freundschaften zu schließen. Die Besucher genossen dabei ein vielfältiges Buffet mit kulinarischen Köstlichkeiten aus aller Welt. Von Südamerika über Europa und Afrika bis nach Asien gab es eine große Auswahl an unterschiedlichen Gerichten aus den unterschiedlichen Ländern.

Ukrainische Sänger2 Latino2 Fächertanz2