Archiv für den Autor: Mirjana Joy Mertin

Ein Widerspruch mit Folgen

„Wer ist der Größte?“ Diese Frage beschäftigte die Jünger Jesu (Markus 9, 33 ff). Dabei interessierte sie weniger die Körpergröße als vielmehr die Größe des eigenen Ichs, die Sehnsucht nach Anerkennung. Werfen wir einen Blick auf die heutige Gesellschaft, müssen wir feststellen, dass sich in diesem Punkt nicht viel verändert hat. Das Streben nach Ansehen hat lediglich neue Formen angenommen. Vielleicht vergleichen wir nicht mehr unsere Hektar Land oder unsere Schafsherden, dafür dreht sich jedoch alles um Follower, Likes und Hashtags. 

Die sozialen Netzwerke treffen einen Nerv in unseren Herzen. Sie ermöglichen uns, das Leben genauso zu präsentieren, wie wir es wollen: glückliche Beziehungen, perfekte Kinder, traumhaftschöne Urlaubsreisen und ein tadelloses Aussehen. Natürlich würde niemand auf die Idee kommen, eine Fotosession zu initiieren, wenn alles drunter und drüber geht, die Kinder sich gegenseitig an den Haaren ziehen, ein Ehestreit ausbricht und die unbezahlten Rechnungen den Schreibtisch bedecken. Wir sehnen uns nach Bewunderung. Wir wollen die Größten sein. Es ist, als befänden wir uns auf dem größten Maskenball der Geschichte. 

Aber bei Jesus ist es ganz anders. Gottes Reich braucht keine stolzen, sondern demütige Menschen. Die Lehre der Bibel steht im Widerspruch zur Welt: „Wenn du der Erste sein willst, sei der Letzte.“ Der Ego-Trip ist die Verliererstraße. Stolz dreht sich nur um sich selbst. Wenn wir aber von uns wegschauen, auf Jesus, leben wir zielorientiert und kommen vorwärts. In Demut liegt die Kraft, mit der Gott arbeitet.  

Die aktuelle Predigt von Pastor Wolfgang Wegert aus der Markus-Serie ist jetzt im Arche-Predigtarchiv und auf iTunes verfügbar.  

Kinderherbstfest 2019

Zum Reformationstag veranstaltet die Arche Gemeinde seit einigen Jahren ein Kinderherbstfest. Während sich der Halloween-Trend immer mehr in Deutschland verbreitet, dient das Herbstfest als Alternative und bietet gleichzeitig eine Möglichkeit, um auch kirchenferne Menschen zu erreichen.

In diesem Jahr gab es wieder eine Vielfalt an Spiel- und Bastelstationen: vom Kinderschminken über einen Nerf-Gun-Parcours bis hin zu einer Bibel-Rallye. Am Ende durften natürlich auch eine fröhliche Lobpreiszeit und eine spannende Geschichte nicht fehlen.

Das Team der Arche-Kindermitarbeiter freute sich über die große Besucherzahl. Über 230 Kinder, 200 Erwachsene und 80 Helfer/innen erfüllten das gesamte Gebäude mit viel Lachen, Kreativität und Freude. Dabei waren insbesondere auch die „Royal Rangers“, die christlichen Pfadfinder der Gemeinde, eine große Unterstützung.

Ein Vater schrieb eine sehr ermutigende Nachricht an den Leiter des Kinderteams, Matt Dean:
Wir möchten euch von Herzen für euren wunderbaren Einsatz heute bedanken. Der Lobpreis und die Geschichte waren auch für uns Eltern sehr bewegend, neben all den tollen Stationen. Unsere Kinder und viele andere Kinder hatten heute ein Lächeln auf dem Gesicht an diesem Schreckenstag. Preis den Herrn für die Gnade und Liebe zu den Kindern, die er in euer Herz gegeben hat.

Ein großes Dankeschön an alle lieben Helfer! Möge Gott euch reich für euren Dienst segnen.

Zum Vormerken: Das nächste Kinderherbst findet am 31. Oktober 2020 statt.

Eine unsichtbare Realität

„Weiche von mir, Satan!“, sagte Jesus voller Ernst und sah dabei Seinen geliebten Jünger Petrus an. Ein verstörender Moment in der Bibel. Wie konnte Jesus Seinen Jünger mit „Satan“ ansprechen? Wenige Verse zuvor war alles harmonisch. Petrus erkannte auf wunderbare Weise Jesus‘ wahre Identität: Sohn des lebendigen Gottes (Matthäus 16,6). Die Freude war groß, doch dann begann Jesus das erste Mal deutlich von Seinem bevorstehenden Tod zu sprechen. Diese Ankündigung löste in Petrus etwas aus. Sein geliebter Herr sollte sterben? Das konnte und wollte er nicht akzeptieren. In seiner impulsiven Art nahm er Jesus beiseite und „fing an, ihm zu wehren“ (Markus 8,32). Aber Jesus war mit einem Auftrag auf diese Erde gekommen. Am Kreuz sollte Er „der Schlange den Kopf zertreten“ (1. Mose 3,15). Diese Mission galt es auszuführen. Und das wusste der Teufel. Er versuchte alles, um Jesus aufzuhalten. Dafür machte er auch vor dem engsten Jünger nicht Halt.

Petrus erkannte nicht, was gerade passierte. Seine Motivation war nicht, gemeinsame Sache mit dem Teufel zu machen. Stattdessen war es sein Anliegen, Jesus vor dem Kreuz zu bewahren. Er meinte es gut, aber er dachte menschlich. Ihm fehlte die göttliche Perspektive. Der Blick auf die unsichtbare Realität. 

Ebenso stehen auch wir immer wieder in Gefahr, menschlich zu denken. Oft neigen wir dazu, nur nach unserer eigenen Vernunft, unseren Gefühlen oder Vorstellungen zu handeln. Dabei vergessen wir, dass Gott ganz andere Gedanken, höhere Gedanken im Sinn haben könnte. Hinter allem, was Christen erleben, steckt auch ein unsichtbarer, geistlicher Kampf. Darum sollte unser tägliches Gebet sein, nicht menschlich, sondern göttlich zu denken.

Eine kurze Zusammenfassung der aktuellen Predigt „Nicht menschlich, sondern göttlich denken“ von Pastor Wolfgang Wegert. Die Audio-Datei ist im Arche-Predigtarchiv verfügbar.

Missions- und Gebetsabend

„Jesus ist der einzige Grund, warum wir die Arbeit tun dürfen“, sagte Aldino Krüger am Dienstag beim Missions- und Gebetsabend in der Arche. Seit über 40 Jahren leben er und seine Frau Maja als Missionare in Brasilien. In all den Jahren schenkte Gott ihnen die Möglichkeit, u.a. 44 Kirchen und sieben Kinderheime aufzubauen, viele Suppenküchen zu eröffnen, ein Obdachlosenheim zu betreiben und verschiedene Sonntagsschulprogramme zu starten.

In den Heimen fanden die Kinder nicht nur ein Zuhause, sondern auch Hilfe für ihre berufliche Zukunft. Sie lernten Lebensmittel herzustellen, die sie anschließend in Lajeado verkauften. Außerdem wurden verschiedene Kurse angeboten, z.B. in den Bereichen Kochen, Computer und Stoffmalerei sowie eine Ausbildung in Maschinenstrickerei. Das größte Herzensanliegen des Missionsehepaares war jedoch immer, die Kinder und Jugendlichen mit dem Evangelium zu erreichen.

Gefahren in Brasilien

Es gab viele Höhen und Tiefen. Dreimal wurden Aldino und Maja Krüger mit dem Leben bedroht. Gefährliche Banden sind in Brasilien verbreitet und erschweren die Mission in dem Land. Aber Gott beschützte das Ehepaar. Er schenkte immer zum richtigen Zeitpunkt Gnade.

Wir sagen „Danke!“

Aldino und Maja sind ein großes Zeugnis. Die Arche unterstützt die Arbeit und zusammen mit den Krügers sind wir für jede Hilfe dankbar – sei es durch Gebet oder Spenden.

Gebetsanliegen: Wir bitten um Gebet für die Kinder in Brasilien und besonders im Kinderheim in Lajeado, dass sie und ihre Familien Hoffnung in Jesus finden.

Weitere Infos zum Missionswerk Arche sind monatlich in dem kostenlosen Magazin „Die Taube“ zu finden. Jetzt bestellen!

Besucherrekord bei der Eckstein-/E21-Konferenz 2019

„Gott wird am meisten in uns verherrlicht, wenn wir tiefste Zufriedenheit in Ihm finden“, mit diesen Worten ermutigte der bekannte U.S.-amerikanische Pastor, John Piper, die rund 1.800 Konferenzteilnehmer. Vom 03. – 06. Oktober trafen sich Besucher aus 12 verschiedenen Ländern zur Eckstein- und Evangelium21-Gemeinschaftskonferenz in der Arche Gemeinde in Hamburg.

Das Thema „Sehnsucht“ ist der Menschheit nicht neu. Der Wunsch nach Zufriedenheit und Erfüllung sitzt tief und doch treibt die Suche nach dem Glück viele ins Unglück. Weder Partnerschaften noch Karriere, Luxusreisen oder Schönheitsideale können das tiefe Loch im Herzen füllen. Anhand der Bibel machten die Redner der Konferenz deutlich: wahre Zufriedenheit finden wir allein in Gott.

Viele junge Teilnehmer

Nicht nur die Besucherzahlen erreichten in diesem Jahr einen Rekord. Besonders auffällig war auch der Altersdurchschnitt der Konferenz. Als Matthias Lohmann, Vorsitzender von Evangelium21, alle Teilnehmer unter 35 Jahren bat, aufzustehen, erhob sich die Mehrheit von ihren Plätzen. „Das bedeutet, dass ich alt genug bin, um deren Vater zu sein.“, bemerkte John Piper und brachte die Konferenzgemeinde zum Lachen.

Die ersten Predigten der Konferenz sind ab sofort auf dem Arche-Youtube-Kanal verfügbar. Der ganze Bericht sowie ein Exklusivinterview mit Pastor John Piper erscheint in der November-Ausgabe des kostenlosen Arche-Magazins „Die Taube“. Jetzt telefonisch unter 040 – 54 70 50 oder per E-Mail (info@arche-gemeinde.de) bestellen.

Gott wirkt hinter den Kulissen

Der erste Tag der Eckstein-/Evangelium21-Konferenz neigt sich dem Ende entgegen. Drei sehr gehaltvolle, ermutigende Vorträge sorgten für einen besonderen Auftakt.

Kai Soltau sprach über die ersten Verse aus dem Philipperbrief (Philipper 1, 1-11). Die Gemeinde in Philippi ging durch eine schwere Zeit, aber Paulus ließ sich nicht beirren. Er wusste: Gott ist am Wirken und das löste Freude in ihm aus. Diese Zusage gilt auch heute. Das Leid mag groß sein und vielleicht verstehen wir nicht, warum gewisse Dinge passieren und zweifeln an Gottes Gnade. Wir sehen Sein Handeln nicht immer sofort, aber Er hat die Kontrolle. Gott wirkt hinter den Kulissen. Das darf uns Hoffnung geben.

Nach einer kurzen Kaffeepause, in der die Konferenzteilnehmer außerdem die Möglichkeit hatten, an den verschiedenen Büchertischen zu stöbern, ging es weiter mit dem Vortrag von Alexander Reindl über Philipper 1,12-26. Paulus‘ innerer Herzensantrieb waren die Souveränität Gottes und die Liebe Jesu. Er wollte dafür leben und sterben, dass das Evangelium voranschreitet. Dabei war es ihm wichtig, dass andere Menschen gefördert werden. Wenn Christus alles ist, dann folgt ein Leben der Aufopferung. Dort, wo Jesus unser Herz antreibt, werden wir unseren Blick auf andere lenken. Alexander Reindl forderte die Konferenzgemeinde heraus: „Wen oder was förderst du?“

Zum Abschluss des ersten Konferenz-Tages predigte Christian Wegert über Philipper 1, 27-30. Inmitten der Bedrängnisse der Christen in Philippi, gab Paulus ihnen praktische Hilfe, die auch uns heute ermutigen darf. Wie sollten wir mit Leid in unserem Leben umgehen? Was, wenn wir nicht explizit aufgrund unseres Glaubens leiden, sondern z.B. durch Eheprobleme, Arbeitslosigkeit und Krankheit herausgefordert werden?

Alle Leiden, die uns treffen, sind Leiden für Christus und haben eines gemeinsam: Sie bedrohen unseren Glauben an die Güte Gottes und sind eine Gefahr, den Weg des Gehorsams zu verlassen.

Christian Wegert

Die Frage ist: Wie gehen wir mit Leid um? Wenn wir in den tiefen Tälern unseres Lebens Gott vertrauen, sind wir ein Zeugnis der Güte Gottes und der Herrlichkeit Christi.

Morgen geht es weiter mit den Vorträgen von Ron Kubsch, John Piper und Daniel Knoll. Wir sind schon sehr gespannt und freuen uns darauf, was Gott in den Tagen der Konferenz tun wird. Für alle, die nicht vor Ort dabei sein können: Die Hauptvorträge werden per Livestream hier übertragen.

Heute startet die Konferenz!

Endlich ist es soweit: Um 14:00 Uhr beginnt der erste Vortrag der diesjährigen Arche Eckstein-/Evangelium 21-Konferenz. Parallel können Sie die Predigten über unseren Livestream auf Facebook oder auf der Arche-Website verfolgen. Das Programm der Konferenz finden Sie hier.

Wir freuen uns sehr auf die kommenden Tage und wünschen allen Teilnehmern – sei es vor Ort oder über den Livestream – Gottes Segen!

Nicht verpassen: Konferenz-Livestream

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Viele ehrenamtliche Helfer aus der Arche-Gemeinde stellen Stühle, packen Konferenztüten und schon bald reisen die ersten Gäste an. Diese Woche ist es endlich soweit: Die Gemeinschaftskonferenz Eckstein/Evangelium21 mit Pastor John Piper startet am Donnerstag, 03.10.2019.

Für diejenigen, die leider kein Konferenzticket mehr bekommen haben, gibt es gute Neuigkeiten: Alle Hauptvorträge werden per Livestream übertragen. Die genauen Infos folgen in den nächsten Tagen. Außerdem werden die Aufnahmen im Anschluss an die Konferenz im Arche-Predigtarchiv sowie auf dem Youtube-Kanal zur Verfügung stehen.

Wolfgang Wegert in Görlitz

Auch in der südöstlichsten Ecke von Deutschland hört und sieht man die Fernsehkanzel – und das sogar mit großer Begeisterung und Dankbarkeit. Das zeigte das TV-Zuschauertreffen in Görlitz am 21. September, zu dem rund 100 Besucher kamen. Viele dankten für die biblisch verankerten Predigten und bezeugten, dass sie ihnen in unsicherer Zeit Hilfe und Orientierung seien. Einige berichteten auch, wie sie durch die Arche-Predigten zum Glauben an Jesus Christus gefunden haben.

Am darauffolgenden Sonntag fand in unserer assoziierten Gemeinde, der „Biblisch Reformierten Gemeinde Görlitz“, ein Gottesdienst statt. Die Freude über die enge Zusammenarbeit zwischen Hamburg und Görlitz war und ist auf beiden Seiten groß. Uns einigt das große Anliegen, das „Evangelium der Gnade“ in Deutschland zu verbreiten, so wie es Wort für Wort in der Bibel steht.

Herzliche Einladung in die Biblisch Reformierte Gemeinde Görlitz!
Die Gottesdienste finden immer sonntags um 10.00 Uhr in den Räumen der „Lebensschule“ statt: Bautzener Straße 20, 02826 Görlitz.

Ein Bericht von Wolfgang Wegert.

NEU: Die Arche auf Youtube

Ab sofort sind die aktuellen Fernsehpredigten nicht nur auf der Arche-Website, sondern auch auf unserem neuen Youtube-Kanal zu finden. Derzeit beschränkt sich die Clip-Auswahl noch auf die Reihe Das erste Buch Mose. Mit dem Start der neuen TV-Predigtserie „Nehemia“ können ab Oktober alle neuen Sendungen auf Youtube angesehen werden – immer und überall. Jetzt abonnieren, streamen und kommentieren!

Youtube: Gemeinde und Missionswerk Arche e.V.