Schlagwort-Archiv: Christian Wegert

Der tragischste Kuss in der Menschheitsgeschichte

Drei Jahre lang war er Jesus auf Schritt und Tritt gefolgt. Er hatte unzählige Wunder gesehen, Seine außergewöhnlichen Predigten gehört und hautnah die tiefe, liebevolle Gemeinschaft miterlebt. Kaum ein Mensch war so nah dran gewesen wie er. Doch Judas Iskariot war ein großer Heuchler. Und er machte seine Sache gut.

Er war ein Profi darin, sich so glaubwürdig zu verstellen, dass niemand auf den Gedanken kam, dass er den Sohn Gottes verraten würde. Als Jesus am Vorabend der Kreuzigung das Passahfest mit den Jüngern feierte, sagte Er: „Wahrlich, ich sage euch: Einer von euch, der mit mir isst, wird mich verraten! 19 Da fingen sie an, betrübt zu werden und fragten ihn einer nach dem anderen: Doch nicht ich? Und der nächste: Doch nicht ich?“ (Markus 14,18-19; SCL). Keiner ahnte, was Judas im Schilde führte, bis Jesus seine geplante Tat offenbarte und der Verräter das Passahmahl vorzeitig verließ.

Als sie wenig später im Garten Gethsemane wieder aufeinandertrafen, führte Judas eine große Truppe Soldaten an. Der Moment war gekommen. Jesu Leidensweg begann.

Sie kamen mit Fackeln und Lampen, um das Licht der Welt festzunehmen. Sie kamen mit Knüppeln, Stöckern und Schwertern, um den Friedefürst zu verhaften. Sie kamen mit einer Truppe rauer Männer, um den zu ergreifen, der die Kinder segnete, die Sünder liebte und Zöllner veränderte.

Voller Boshaftigkeit trat Judas auf den Messias zu. Vertraut sprach er Ihn mit den Worten: „Rabbi, Rabbi“ an und küsste Ihn zärtlich. Es war der wohl tragischste Kuss in der ganzen Menschheitsgeschichte. Die heuchlerische Show hatte ihren Höhepunkt erreicht. Alle Umstehenden wussten nun, wer derjenige war, den sie verhaften sollten. Und sie führten Ihn ab.

Jesus Christus ging den Weg für uns bis an das Kreuz. Er ging mit Entschlossenheit, um für unsere Sünden zu bezahlen. Wenn Er dieses große Leid erduldete, dann weiß Er auch um unsere Leiden. Er kann sich mit unseren Nöten identifizieren, weil Er sie selbst erlebt hat. Er kennt den Schmerz der Einsamkeit. Er weiß, wie es sich anfühlt, verlassen zu werden – sogar von Seinem eigenen Vater. 

Wie stehen wir zu Jesus? Folgen wir Ihm aus tiefstem Herzen nach oder sind unser Kirchenbesuch, die Ausübung verschiedener Dienste und unser frommes Lächeln womöglich Teil eines heuchlerischen Schauspiels? Mögen wir begreifen, dass es nicht auf unser äußeres Lippenbekenntnis ankommt, sondern darauf, ob Jesus uns kennt. Viele, die ihn süßlich „Herr, Herr“ nennen, wird Er am letzten Tag abweisen. Daher die dringende Aufforderung: Prüfe dich, ob du es ernst meinst!

Die ganze Predigt von Pastor Christian Wegert ist im Arche-Predigtarchiv und auf YouTube verfügbar.

Eine hinterhältige Frage

Händeringend suchten die Pharisäer nach Wegen, Jesus beim Volk unbeliebt zu machen und die Römer dazu zu bringen, Ihn zu töten. Dabei gingen sie sogar so weit, sich mit ihren Feinden zu verbünden – den Herodianern. Während die Pharisäer die religiösen Gesetze hüteten, traten die Herodianer für das Gesetz Roms ein. Obwohl sie so gegensätzlich waren, sahen die Pharisäer ihre einzige Chance in einer „Kooperation“.

Das Problem: Sie wollten Jesus aus theologischen Gründen loswerden. Aber Theologie zählte für die Römer nicht. Ein politischer Grund musste her. Und so schmiedeten die Pharisäer einen Plan…

In Markus 12,13 lesen wir, wie die religiöse Elite Pharisäer und Herodianer zu Jesus sandte, „um Ihn in der Rede zu fangen“. Als diese beiden Gruppen um Ihn versammelt waren, konfrontierten sie Jesus mit einer hinterhältigen Frage: „Ist es erlaubt, dem Kaiser die Steuer zu geben oder nicht?“ (V.24)

Diese Frage steckte politisch und theologisch voller Zündstoff. Die Pharisäer hatten bewusst dafür gesorgt, dass Jesus von Menschen umgeben war, die hochexplosiv auf Seine Antwort reagieren würden. Er stand in Gefahr, mit einem „Ja“ entweder das jüdische Volk gegen sich aufzubringen oder mit einem „Nein“ die Römer. Erbarmungslos warteten die Anwesenden auf Seine Reaktion: „Sollen wir dem römischen Kaiser, der ein heidnischer Götzenanbeter ist und das Heilige Land Gottes besetzt, Steuern zahlen?“

Wahrer Mensch und wahrer Gott

Menschlich gesehen konnte Er keine richtige Antwort geben. Aber Jesus war nicht nur wahrer Mensch, sondern auch wahrer Gott! Er kannte die Absichten der Pharisäer. Deshalb sprach er zu ihnen: „Weshalb versucht ihr mich?“

Jesus kennt auch uns. Unsere Seelen. Unsere Motivationen. Wir können uns nicht vor Ihm verstecken und es hat auch keinen Sinn, Ihm etwas vorzuspielen. Jesus weiß um die hintersten Kammern und verborgensten Ecken unserer Herzen.

Könnte es sein, dass diese Worte womöglich auch Ihnen gelten: „Warum versuchst du mich?“ Möchten Sie Jesus täuschen? Es ist Zeit, vor Gott zu kapitulieren. Er hält unser Leben in Seinen Händen. Keine Maske kann vor Ihm nicht bestehen! Lassen Sie uns beten, dass Er unsere Heuchelei aufdeckt und lebendigen Glauben schenkt.

Wie reagierte Jesus auf die hinterhältige Frage und was können wir persönlich von Ihm lernen? Die ganze Predigt von Pastor Christian Wegert ist im Archiv und in iTunes verfügbar.

Warum feiern wir Gottesdienst?

Auf der ganzen Welt versammeln sich Christen regelmäßig in Kirchen und Gemeinden. Im Mittelpunkt steht die Anbetung Gottes. Sowohl das Alte als auch das Neue Testament berichten von diesen besonderen Treffen der Gläubigen. Doch was ist die tiefere Bedeutung? Reicht es nicht aus, allein die Bibel zu lesen und zu beten? Warum feiern Christen Gottesdienst?

In seiner Predigt am vergangenen Sonntag führte Christian Wegert fünf wesentliche Gründe für die Versammlung der Gläubigen an. Zwei von ihnen werden im Folgenden näher betrachtet.

1. Wir treten in die Gegenwart Gottes.

Der Hebräerbrief macht deutlich, dass wir bereits jetzt zum Berg Zion, dem himmlischen Jerusalem, gekommen sind (Hebräer 12,22). Gottes Kinder nehmen nicht erst im Himmel an der Anbetung Gottes teil, sondern schon heute, denn es heißt: „…ihr seid gekommen zu dem Berg Zion […] zu der Festversammlung…“ (Hebräer 12, 22-23).

Pastor Wegert erklärte: „Wenn wir als Gemeinde in der Anbetung zusammenkommen, dann treten wir in diese Festversammlung Gottes mit ein. Wir selbst kommen an diesen Ort und unsere Stimmen vereinen sich mit denen, die bereits im Himmel anbeten.“  

2. Gott wird auf besondere Weise verherrlicht.

Warum muss die Anbetung im Rahmen des Gottesdienstes geschehen? In einer Welt von Spotify und high-quality Musikboxen ist es doch auch möglich, in seinen eigenen vier Wänden Lobpreislieder zu singen. Über das Internet findet man außerdem eine große Bandbreite an Predigten. Wozu sollte man sich einer christlichen Versammlung anschließen, wenn es doch so viel leichter geht?

„Es ist gut, wenn Menschen Gott allein loben, aber noch viel herrlicher ist es, wenn sie es gemeinsam tun“, sagte Pastor Wegert. „Eine Geige klingt schön, aber ein Orchester klingt schöner.“ Wenn Christen gemeinsam Gott anbeten, wird Er mehr geehrt. Denn Seine übernatürliche Kraft wird auf besondere Weise deutlich, wenn sich Menschen unterschiedlichster Herkunft, mit verschiedenen Bildungsgraden, Persönlichkeiten und Temperamenten in Einheit versammeln. Diese tiefe Liebe und Verbundenheit untereinander kann nur Gott schenken. Die Versammlung der Christen im Gottesdienst gibt Ihm die Ehre und ist zugleich ein großartiges Zeugnis vor der Welt: „Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt“ (Johannes 13,35).

Wollen wir nicht auch Teil dieser Einheit sein und Gott auf ganz besondere Weise gemeinsam mit unseren Glaubensgeschwistern verherrlichen?

Die ganze Predigt von Christian Wegert „Warum versammeln wir uns zum Gottesdienst?“ ist auf der Arche-Website und in iTunes verfügbar.

Die Bibel über Ehe und Scheidung

Die Ehe wird in unserer Gesellschaft sehr umkämpft. Sind die Schmetterlinge verflogen, wird oft nicht lang gezögert und nach einem neuen Partner Ausschau gehalten. Viele Paare verzichten vorsorglich ganz auf das Eheversprechen, führen aber dennoch eine Beziehung, die der Ehe sehr ähnlich ist. Das Thema Hochzeit erscheint oftmals bedrohlich oder so faszinierend, dass dieser „perfekte Tag“ zum Mittelpunkt des Lebens gemacht wird. Sobald die rosarote Brille im Ehealltag dann einen Riss bekommt, verliert das einst romantische Versprechen „…bis dass der Tod uns scheidet“ seinen Glanz. 

Vielleicht könnte man meinen, all das seien Phänomene des 21. Jahrhunderts, doch ein Blick in die Bibel offenbart das Gegenteil. Bereits zu Jesu Zeiten, ja, sogar im Alten Testament, als Mose mit dem Volk Israel durch die Wüste zog, versuchten verheiratete Leute einen Notausgang zu finden. Sie wussten, dass die Ehe ein lebenslanger Bund vor Gott war, aber aufgrund ihrer verhärteten Herzen erlaubte Mose den Eheleuten schließlich, Scheidebriefe zu schreiben und sich von ihrem jeweiligen Partner zu trennen (5. Mose 24).

Und genau diese Bibelstelle zitierten die Pharisäer, als sie Jesus in ihrer Hinterlist mit dem Thema Scheidung konfrontierten: „Ist es einem Mann erlaubt, seine Frau zu entlassen?“ (Markus 10,2). Aber Jesus ließ sich nicht beirren. Seine Reaktion? Er führte sie zum Grundsatz zurück: Die Ehe ist keine Erfindung von Menschen. Sie kann nicht beliebig umgedeutet und so ausgelebt werden, wie man(n) oder frau es gern hätte, sondern die Ehe ist eine Schöpfungsordnung. Gott selbst ist ihr Initiator. Wie lautet die biblische Definition von Ehe und was lehrt Gott über Scheidung?

Die aktuelle Predigt von Pastor Christian Wegert über Markus 10,1-12 ist jetzt im Arche-Predigtarchiv verfügbar.

Besucherrekord bei der Eckstein-/E21-Konferenz 2019

„Gott wird am meisten in uns verherrlicht, wenn wir tiefste Zufriedenheit in Ihm finden“, mit diesen Worten ermutigte der bekannte U.S.-amerikanische Pastor, John Piper, die rund 1.800 Konferenzteilnehmer. Vom 03. – 06. Oktober trafen sich Besucher aus 12 verschiedenen Ländern zur Eckstein- und Evangelium21-Gemeinschaftskonferenz in der Arche Gemeinde in Hamburg.

Das Thema „Sehnsucht“ ist der Menschheit nicht neu. Der Wunsch nach Zufriedenheit und Erfüllung sitzt tief und doch treibt die Suche nach dem Glück viele ins Unglück. Weder Partnerschaften noch Karriere, Luxusreisen oder Schönheitsideale können das tiefe Loch im Herzen füllen. Anhand der Bibel machten die Redner der Konferenz deutlich: wahre Zufriedenheit finden wir allein in Gott.

Viele junge Teilnehmer

Nicht nur die Besucherzahlen erreichten in diesem Jahr einen Rekord. Besonders auffällig war auch der Altersdurchschnitt der Konferenz. Als Matthias Lohmann, Vorsitzender von Evangelium21, alle Teilnehmer unter 35 Jahren bat, aufzustehen, erhob sich die Mehrheit von ihren Plätzen. „Das bedeutet, dass ich alt genug bin, um deren Vater zu sein.“, bemerkte John Piper und brachte die Konferenzgemeinde zum Lachen.

Die ersten Predigten der Konferenz sind ab sofort auf dem Arche-Youtube-Kanal verfügbar. Der ganze Bericht sowie ein Exklusivinterview mit Pastor John Piper erscheint in der November-Ausgabe des kostenlosen Arche-Magazins „Die Taube“. Jetzt telefonisch unter 040 – 54 70 50 oder per E-Mail (info@arche-gemeinde.de) bestellen.

Gott wirkt hinter den Kulissen

Der erste Tag der Eckstein-/Evangelium21-Konferenz neigt sich dem Ende entgegen. Drei sehr gehaltvolle, ermutigende Vorträge sorgten für einen besonderen Auftakt.

Kai Soltau sprach über die ersten Verse aus dem Philipperbrief (Philipper 1, 1-11). Die Gemeinde in Philippi ging durch eine schwere Zeit, aber Paulus ließ sich nicht beirren. Er wusste: Gott ist am Wirken und das löste Freude in ihm aus. Diese Zusage gilt auch heute. Das Leid mag groß sein und vielleicht verstehen wir nicht, warum gewisse Dinge passieren und zweifeln an Gottes Gnade. Wir sehen Sein Handeln nicht immer sofort, aber Er hat die Kontrolle. Gott wirkt hinter den Kulissen. Das darf uns Hoffnung geben.

Nach einer kurzen Kaffeepause, in der die Konferenzteilnehmer außerdem die Möglichkeit hatten, an den verschiedenen Büchertischen zu stöbern, ging es weiter mit dem Vortrag von Alexander Reindl über Philipper 1,12-26. Paulus‘ innerer Herzensantrieb waren die Souveränität Gottes und die Liebe Jesu. Er wollte dafür leben und sterben, dass das Evangelium voranschreitet. Dabei war es ihm wichtig, dass andere Menschen gefördert werden. Wenn Christus alles ist, dann folgt ein Leben der Aufopferung. Dort, wo Jesus unser Herz antreibt, werden wir unseren Blick auf andere lenken. Alexander Reindl forderte die Konferenzgemeinde heraus: „Wen oder was förderst du?“

Zum Abschluss des ersten Konferenz-Tages predigte Christian Wegert über Philipper 1, 27-30. Inmitten der Bedrängnisse der Christen in Philippi, gab Paulus ihnen praktische Hilfe, die auch uns heute ermutigen darf. Wie sollten wir mit Leid in unserem Leben umgehen? Was, wenn wir nicht explizit aufgrund unseres Glaubens leiden, sondern z.B. durch Eheprobleme, Arbeitslosigkeit und Krankheit herausgefordert werden?

Alle Leiden, die uns treffen, sind Leiden für Christus und haben eines gemeinsam: Sie bedrohen unseren Glauben an die Güte Gottes und sind eine Gefahr, den Weg des Gehorsams zu verlassen.

Christian Wegert

Die Frage ist: Wie gehen wir mit Leid um? Wenn wir in den tiefen Tälern unseres Lebens Gott vertrauen, sind wir ein Zeugnis der Güte Gottes und der Herrlichkeit Christi.

Morgen geht es weiter mit den Vorträgen von Ron Kubsch, John Piper und Daniel Knoll. Wir sind schon sehr gespannt und freuen uns darauf, was Gott in den Tagen der Konferenz tun wird. Für alle, die nicht vor Ort dabei sein können: Die Hauptvorträge werden per Livestream hier übertragen.

Christian Wegert in Kaiserslautern

An alle Arche-Freunde in Rheinland-Pfalz und Umgebung: Vom 13. – 15. September 2019 feiert die Hoffnungskirche ihr 15-jähriges Jubiläum. Zu diesem besonderen Anlass wird Pastor Christian Wegert in Kaiserslautern sein und predigen.

Seit ein paar Jahren verbindet die Arche eine enge Freundschaft zu der Gemeinde und wir laden herzlich ein, das Jubiläumswochenende mitzuerleben:

Hoffnungskirche Kaiserslautern
Landolfstraße 1
67661 Kaiserslautern


Veranstaltungen:
Freitag, 13.09. um 19.00 Uhr
Samstag, 14.09. ab 15.00 Uhr
Sonntag, 15.09. um 10.00 Uhr

Wir freuen uns auf euch!