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Frauenfreizeit 2020 – Vom Umgang mit schwierigen Menschen

Wer kennt es nicht? In der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz, in der Gemeinde, ja, vielleicht sogar in der eigenen Familie stoßen wir auf schwierige Menschen. Sie verletzen und demütigen uns mit ihren Worten und Taten. Möglicherweise schaden sie uns so sehr, dass wir es kaum ertragen können. Was nun? Wie können und sollten wir uns gegenüber diesen Leuten verhalten?

„Abigail – vom Umgang mit schwierigen Menschen“, unter diesem Thema stand die diesjährige Frauenfreizeit der Arche. Am vergangenen Wochenende fuhren 80 Frauen im Alter von 20 bis 80 Jahren an den Wittensee. Auch einige Frauen aus der Arche-Tochtergemeinde in Stade waren dabei. Die Teilnehmerinnen verbrachten zwei sehr schöne Tage mit Lobpreis- und Gebetszeiten, Gruppenarbeiten, persönlichen Gesprächen, Spaziergängen, Spielen und Basteln.

Anhand der Geschichte der weisen Abigail aus 1. Samuel 25, studierten die Teilnehmerinnen, was eine gottesfürchtige Persönlichkeit ausmacht. Nur, weil andere uns schlecht behandeln, müssen wir es ihnen nicht gleichtun. Wir sind nicht verantwortlich für die Sünden unserer Mitmenschen, aber wir sind verantwortlich für unser eigenes Handeln. Sehnen wir uns danach, Jesus ähnlicher zu werden? Sind wir bereit, Zurechtweisung anzunehmen?

Inmitten eines drohenden Krieges zwischen dem zukünftigen König David und ihrem ungehobelten Ehemann Nabal, handelte Abigail scharfsinnig und besonnen. Vermutlich hatte sie es sehr schwer in ihrer Ehe, aber sie ließ sich nicht negativ von dem bösen Verhalten ihres Mannes beeinflussen. Sie ergriff die Initiative und suchte das Gespräch mit David. Abigail handelte aus Liebe und war sogar bereit, sich selbst für Nabal und all seine Diener zu opfern! Damit ist sie ein Vorschatten auf Jesus Christus und das Evangelium.

Abigails Geschichte ging gut aus. David hörte auf die Worte der weisen Frau und war bereit, sich korrigieren zu lassen. Der Krieg wurde verhindert.

Für Jesus gab es kein Zurück. Er ging wirklich bis in den Tod und opferte sich für uns „Nabals“. Menschen mögen uns verletzen und böse Gedanken gegen uns hegen, aber die Wahrheit ist: Wir sind noch viel schlechter, als sie denken.     

Der Ort, an dem wir am meisten kritisiert werden, ist das Kreuz. Wir sind derart von Sünde durchtränkt, dass der Tod des lebendigen Gottes nötig war, um uns zu retten! Aber Seine Liebe war so groß, dass Er dieses Opfer brachte. Er schenkt uns Vergebung. Wie viel mehr sollten wir den Menschen vergeben, die uns unrecht tun, und – wie Abigail – unsere Taten von Weisheit und Liebe leiten lassen!

Das Lob der tugendhaften Frau aus Sprüche 31

Was hat uns die Frau aus Sprüche 31 eigentlich heute zu sagen? Die Tugenden des geschickten handwerklichen Arbeiten mit Flachs und Wolle sind ja heutzutage eher rar.

Wie kann man verstehen, dass sie vor Sonnenaufgang aufsteht, ihre Lenden und ihre Arme stärkt, aber ihr Licht des Nachts nicht verlischt – braucht diese Frau denn nie Ruhe? Sie ist nur freundlich zu ihrem Mann, kleidet sich in Kraft und Würde und gütige Weisung ist stets auf ihrer Zunge. Wo gibt es denn sowas? Ist diese weise Frau nur eine Utopie oder ist sie uns eher ein Vorbild?

 

Mit diesen Fragen machten sich 60 Arche-Frauen im Alter von 20 bis 75 Jahren zu einem Wochenende am Wittensee auf. Vom 16. bis 18. März wollten wir herausfinden, was Gott sich mit diesem weiblichen Ideal gedacht hat und wie wir es in unserem heutigen Alltag leben können.

Zunächst durften wir feststellen, dass die Grundlage einer Gott wohlgefälligen Frau ihre Beziehung zu ihrem Erlöser ist. Sprüche 31,30 sagt: „Lieblich und schön sein ist nichts; eine Frau, die den Herrn fürchtet, soll man loben“. Die Furcht des Herrn ist der Anfang aller Weisheit. Wohltuend war es zu erkennen, dass Gott allein unsere Kraftquelle ist, dass deswegen unser Licht nicht erlischt, weil Jesus Christus das Licht selbst ist, das in uns brennt. In ihm kann die Frau auch heute alles zu seiner Ehre tun, egal, ob sie Single, Ehefrau, Mutter oder Oma ist. Wo auch immer Gott uns Frauen hingestellt hat, wollen wir zu seiner Ehre leben und uns auf seine Kraft in unserer Schwachheit verlassen. Ihm zu vertrauen gibt uns die Stärke, die wir brauchen.

Durch viele inhaltsreiche Vorträge und intensive Gruppenarbeiten wurden diese Themen behandelt und auf Spaziergängen und während Bastelarbeiten individuell reflektiert. Auch Singen, Lachen und Spielen kamen nicht zu kurz.

Mit einem Abendmahlsgottesdienst mit einer persönlichen Segnungsszeit endete das viel zu kurze Wochenende. Keine Frage, die „Sprüche 31 Frau“ hat uns alle inspiriert ihr nachzueifern. „Sie lacht des kommenden Tages“ – was auch immer kommen mag. Einer geht voran, der uns berufen hat, ihm treu und mit allem Eifer zu dienen. Ja, das wollen wir tun, ganz gleich, wo wir stehen!

Soli Deo Gloria.