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Eine hinterhältige Frage

Händeringend suchten die Pharisäer nach Wegen, Jesus beim Volk unbeliebt zu machen und die Römer dazu zu bringen, Ihn zu töten. Dabei gingen sie sogar so weit, sich mit ihren Feinden zu verbünden – den Herodianern. Während die Pharisäer die religiösen Gesetze hüteten, traten die Herodianer für das Gesetz Roms ein. Obwohl sie so gegensätzlich waren, sahen die Pharisäer ihre einzige Chance in einer „Kooperation“.

Das Problem: Sie wollten Jesus aus theologischen Gründen loswerden. Aber Theologie zählte für die Römer nicht. Ein politischer Grund musste her. Und so schmiedeten die Pharisäer einen Plan…

In Markus 12,13 lesen wir, wie die religiöse Elite Pharisäer und Herodianer zu Jesus sandte, „um Ihn in der Rede zu fangen“. Als diese beiden Gruppen um Ihn versammelt waren, konfrontierten sie Jesus mit einer hinterhältigen Frage: „Ist es erlaubt, dem Kaiser die Steuer zu geben oder nicht?“ (V.24)

Diese Frage steckte politisch und theologisch voller Zündstoff. Die Pharisäer hatten bewusst dafür gesorgt, dass Jesus von Menschen umgeben war, die hochexplosiv auf Seine Antwort reagieren würden. Er stand in Gefahr, mit einem „Ja“ entweder das jüdische Volk gegen sich aufzubringen oder mit einem „Nein“ die Römer. Erbarmungslos warteten die Anwesenden auf Seine Reaktion: „Sollen wir dem römischen Kaiser, der ein heidnischer Götzenanbeter ist und das Heilige Land Gottes besetzt, Steuern zahlen?“

Wahrer Mensch und wahrer Gott

Menschlich gesehen konnte Er keine richtige Antwort geben. Aber Jesus war nicht nur wahrer Mensch, sondern auch wahrer Gott! Er kannte die Absichten der Pharisäer. Deshalb sprach er zu ihnen: „Weshalb versucht ihr mich?“

Jesus kennt auch uns. Unsere Seelen. Unsere Motivationen. Wir können uns nicht vor Ihm verstecken und es hat auch keinen Sinn, Ihm etwas vorzuspielen. Jesus weiß um die hintersten Kammern und verborgensten Ecken unserer Herzen.

Könnte es sein, dass diese Worte womöglich auch Ihnen gelten: „Warum versuchst du mich?“ Möchten Sie Jesus täuschen? Es ist Zeit, vor Gott zu kapitulieren. Er hält unser Leben in Seinen Händen. Keine Maske kann vor Ihm nicht bestehen! Lassen Sie uns beten, dass Er unsere Heuchelei aufdeckt und lebendigen Glauben schenkt.

Wie reagierte Jesus auf die hinterhältige Frage und was können wir persönlich von Ihm lernen? Die ganze Predigt von Pastor Christian Wegert ist im Archiv und in iTunes verfügbar.

Ein Widerspruch mit Folgen

„Wer ist der Größte?“ Diese Frage beschäftigte die Jünger Jesu (Markus 9, 33 ff). Dabei interessierte sie weniger die Körpergröße als vielmehr die Größe des eigenen Ichs, die Sehnsucht nach Anerkennung. Werfen wir einen Blick auf die heutige Gesellschaft, müssen wir feststellen, dass sich in diesem Punkt nicht viel verändert hat. Das Streben nach Ansehen hat lediglich neue Formen angenommen. Vielleicht vergleichen wir nicht mehr unsere Hektar Land oder unsere Schafsherden, dafür dreht sich jedoch alles um Follower, Likes und Hashtags. 

Die sozialen Netzwerke treffen einen Nerv in unseren Herzen. Sie ermöglichen uns, das Leben genauso zu präsentieren, wie wir es wollen: glückliche Beziehungen, perfekte Kinder, traumhaftschöne Urlaubsreisen und ein tadelloses Aussehen. Natürlich würde niemand auf die Idee kommen, eine Fotosession zu initiieren, wenn alles drunter und drüber geht, die Kinder sich gegenseitig an den Haaren ziehen, ein Ehestreit ausbricht und die unbezahlten Rechnungen den Schreibtisch bedecken. Wir sehnen uns nach Bewunderung. Wir wollen die Größten sein. Es ist, als befänden wir uns auf dem größten Maskenball der Geschichte. 

Aber bei Jesus ist es ganz anders. Gottes Reich braucht keine stolzen, sondern demütige Menschen. Die Lehre der Bibel steht im Widerspruch zur Welt: „Wenn du der Erste sein willst, sei der Letzte.“ Der Ego-Trip ist die Verliererstraße. Stolz dreht sich nur um sich selbst. Wenn wir aber von uns wegschauen, auf Jesus, leben wir zielorientiert und kommen vorwärts. In Demut liegt die Kraft, mit der Gott arbeitet.  

Die aktuelle Predigt von Pastor Wolfgang Wegert aus der Markus-Serie ist jetzt im Arche-Predigtarchiv und auf iTunes verfügbar.  

Eine unsichtbare Realität

„Weiche von mir, Satan!“, sagte Jesus voller Ernst und sah dabei Seinen geliebten Jünger Petrus an. Ein verstörender Moment in der Bibel. Wie konnte Jesus Seinen Jünger mit „Satan“ ansprechen? Wenige Verse zuvor war alles harmonisch. Petrus erkannte auf wunderbare Weise Jesus‘ wahre Identität: Sohn des lebendigen Gottes (Matthäus 16,6). Die Freude war groß, doch dann begann Jesus das erste Mal deutlich von Seinem bevorstehenden Tod zu sprechen. Diese Ankündigung löste in Petrus etwas aus. Sein geliebter Herr sollte sterben? Das konnte und wollte er nicht akzeptieren. In seiner impulsiven Art nahm er Jesus beiseite und „fing an, ihm zu wehren“ (Markus 8,32). Aber Jesus war mit einem Auftrag auf diese Erde gekommen. Am Kreuz sollte Er „der Schlange den Kopf zertreten“ (1. Mose 3,15). Diese Mission galt es auszuführen. Und das wusste der Teufel. Er versuchte alles, um Jesus aufzuhalten. Dafür machte er auch vor dem engsten Jünger nicht Halt.

Petrus erkannte nicht, was gerade passierte. Seine Motivation war nicht, gemeinsame Sache mit dem Teufel zu machen. Stattdessen war es sein Anliegen, Jesus vor dem Kreuz zu bewahren. Er meinte es gut, aber er dachte menschlich. Ihm fehlte die göttliche Perspektive. Der Blick auf die unsichtbare Realität. 

Ebenso stehen auch wir immer wieder in Gefahr, menschlich zu denken. Oft neigen wir dazu, nur nach unserer eigenen Vernunft, unseren Gefühlen oder Vorstellungen zu handeln. Dabei vergessen wir, dass Gott ganz andere Gedanken, höhere Gedanken im Sinn haben könnte. Hinter allem, was Christen erleben, steckt auch ein unsichtbarer, geistlicher Kampf. Darum sollte unser tägliches Gebet sein, nicht menschlich, sondern göttlich zu denken.

Eine kurze Zusammenfassung der aktuellen Predigt „Nicht menschlich, sondern göttlich denken“ von Pastor Wolfgang Wegert. Die Audio-Datei ist im Arche-Predigtarchiv verfügbar.

Ist Jesus zu hart?

„Meine Tochter ist schlimm von einem Dämon besessen! Bitte befreie sie!“, flehte die Frau und warf sich vor Jesus auf den Boden. Sie war nicht die Erste, die mit ihrem Herzensanliegen zum Sohn Gottes kam. Aber sie war keine Jüdin, sondern Syrophönizierin.

Wie reagierte Jesus auf das Flehen der „Heidin“? Entgegen der liebevollen Worte, die er sonst für die verzweifelten Menschen fand, begegnete er der Frau in Markus 7, 27 sehr abweisend. Er verglich sie sogar mit einem Hund: „Lass zuvor die Kinder satt werden! Denn es ist nicht recht, dass man das Brot der Kinder nimmt und es den Hunden hinwirft!“

Jesus machte unmissverständlich klar: „Heilung gilt den Juden, nicht den Heiden. Nicht dir.“ Harte Worte. Der Sohn Gottes war die einzige Hoffnung dieser Frau und Er verwehrte ihr das Wunder. Doch es ist nicht das Ende der Geschichte.

Welche biblische Wahrheit verbirgt sich hinter der scheinbar hartherzigen Zurückweisung und was bedeutet diese für uns persönlich? Die aktuelle Predigt von Pastor Wolfgang Wegert ist jetzt als Podcast auf der Arche-Website oder in iTunes verfügbar.