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Bis zum letzten Tropfen

Der Sohn Gottes erlitt schreckliche Qualen. Sein Körper war blutüberströmt. Vermutlich brannten die tiefen Wunden wie Feuer. Mit letzter Kraft erreichte Er Golgatha – den Ort, an dem die Kreuzigung stattfinden sollte. Da kamen die römischen Soldaten mit einem Gefäß betäubenden Myrrhenwein auf Ihn zu. Wie üblich wollten sie Ihn für einen geordneten Ablauf der Kreuzigung stillstellen.

Nur ein Schluck. Ein kleiner Schluck und die Schmerzen würden nachlassen. Einmal an dem Betäubungsmittel nippen und der vor Ihm liegende Kampf würde einen Teil seiner Bedrohlichkeit verlieren. Aber Jesus war fest entschlossen. Er nahm den Myrrhenwein nicht an. Er wollte das Werk der Erlösung ganz und gar vollbringen. Bei klarem Verstand und vollem Bewusstsein. Er lehnte den betäubenden Kelch ab, um den Schmerzenskelch zu trinken. Bis zum letzten Tropfen. 

So wie die Gottlosen die volle Wucht der Strafe Gottes erleiden werden, musste Jesus ebenfalls, anstelle der Glaubenden, die volle Wucht des göttlichen Zorns erleiden. Darum wollte Er das Kreuz nicht erdulden, ohne es zu spüren. 

Wären Seine Sinne betäubt gewesen, hätte Er niemals die gewaltigen Worte am Kreuz sagen können. Nie wäre Sein Leidensschrei zu hören gewesen: „Eli, Eli, lama asabthani? Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen!“ (Markus 15,34). Jesus hätte auch nicht beten können: „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!“ (Lukas 23,34) und Er wäre nicht in der Lage gewesen, mit dem Schächer zu sprechen: „Wahrlich, wahrlich, heute noch wirst du mit mir im Paradies sein“ (Lukas 23,43). Wir hätten auch nie die überwältigenden Worte der Ergebung gehört: „Vater, in Deine Hände befehle ich meinen Geist!“ (V. 46). Auch das letzte Siegeswort am Kreuz hätten wir nicht gekannt: „Es ist vollbracht!“ (Johannes 19,30). Unser Herr und Meister verzichtete auf Erleichterung und Linderung. Er ging nicht den leichteren Weg. Er ging bis zum Äußersten, damit wir vollkommene Erlösung haben. Was für ein unendlich gnädiger Gott!

Die ganze Predigt von Pastor Wolfgang Wegert ist in unserem Predigtarchiv und auf YouTube verfügbar. 

Der tragischste Kuss in der Menschheitsgeschichte

Drei Jahre lang war er Jesus auf Schritt und Tritt gefolgt. Er hatte unzählige Wunder gesehen, Seine außergewöhnlichen Predigten gehört und hautnah die tiefe, liebevolle Gemeinschaft miterlebt. Kaum ein Mensch war so nah dran gewesen wie er. Doch Judas Iskariot war ein großer Heuchler. Und er machte seine Sache gut.

Er war ein Profi darin, sich so glaubwürdig zu verstellen, dass niemand auf den Gedanken kam, dass er den Sohn Gottes verraten würde. Als Jesus am Vorabend der Kreuzigung das Passahfest mit den Jüngern feierte, sagte Er: „Wahrlich, ich sage euch: Einer von euch, der mit mir isst, wird mich verraten! 19 Da fingen sie an, betrübt zu werden und fragten ihn einer nach dem anderen: Doch nicht ich? Und der nächste: Doch nicht ich?“ (Markus 14,18-19; SCL). Keiner ahnte, was Judas im Schilde führte, bis Jesus seine geplante Tat offenbarte und der Verräter das Passahmahl vorzeitig verließ.

Als sie wenig später im Garten Gethsemane wieder aufeinandertrafen, führte Judas eine große Truppe Soldaten an. Der Moment war gekommen. Jesu Leidensweg begann.

Sie kamen mit Fackeln und Lampen, um das Licht der Welt festzunehmen. Sie kamen mit Knüppeln, Stöckern und Schwertern, um den Friedefürst zu verhaften. Sie kamen mit einer Truppe rauer Männer, um den zu ergreifen, der die Kinder segnete, die Sünder liebte und Zöllner veränderte.

Voller Boshaftigkeit trat Judas auf den Messias zu. Vertraut sprach er Ihn mit den Worten: „Rabbi, Rabbi“ an und küsste Ihn zärtlich. Es war der wohl tragischste Kuss in der ganzen Menschheitsgeschichte. Die heuchlerische Show hatte ihren Höhepunkt erreicht. Alle Umstehenden wussten nun, wer derjenige war, den sie verhaften sollten. Und sie führten Ihn ab.

Jesus Christus ging den Weg für uns bis an das Kreuz. Er ging mit Entschlossenheit, um für unsere Sünden zu bezahlen. Wenn Er dieses große Leid erduldete, dann weiß Er auch um unsere Leiden. Er kann sich mit unseren Nöten identifizieren, weil Er sie selbst erlebt hat. Er kennt den Schmerz der Einsamkeit. Er weiß, wie es sich anfühlt, verlassen zu werden – sogar von Seinem eigenen Vater. 

Wie stehen wir zu Jesus? Folgen wir Ihm aus tiefstem Herzen nach oder sind unser Kirchenbesuch, die Ausübung verschiedener Dienste und unser frommes Lächeln womöglich Teil eines heuchlerischen Schauspiels? Mögen wir begreifen, dass es nicht auf unser äußeres Lippenbekenntnis ankommt, sondern darauf, ob Jesus uns kennt. Viele, die ihn süßlich „Herr, Herr“ nennen, wird Er am letzten Tag abweisen. Daher die dringende Aufforderung: Prüfe dich, ob du es ernst meinst!

Die ganze Predigt von Pastor Christian Wegert ist im Arche-Predigtarchiv und auf YouTube verfügbar.

Der Kern des christlichen Glaubens

Nächstenliebe wird in der Gesellschaft großgeschrieben. Obwohl nur noch wenige Menschen wirklich Interesse am christlichen Glauben zeigen, ist zumindest dieses Thema präsent. Dabei ist vielen klar: Nächstenliebe hat etwas mit Kirche zu tun. Tatsächlich sind es oft Christen und christliche Werke, die sich für notleidende Menschen einsetzen – und das hat auch einen Grund. Aber muss ich Christ sein, um Nächstenliebe zu üben? Muss ich die Bibel lesen und regelmäßig einen Gottesdienst besuchen, um Flüchtlingen zu helfen, Corona-Patienten beizustehen und Blut zu spenden? Nein.

Nächstenliebe ist wichtig. Sehr wichtig. Aber sie ist nicht der Kern des christlichen Glaubens. Christsein bedeutet nicht in erster Linie, gute Taten zu tun, sondern Gott zu lieben.

Darum heißt es als Erstes: „…du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft!‘ Dies ist das erste Gebot“ (Markus 12,30). Diese Liebe zu Jesus kommt als Erstes und erst dann heißt es: „Und das zweite ist ihm vergleichbar, nämlich dies: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!‘“ (Markus 12,31).

Damit wird klar: Christliche Nächstenliebe ist eine Folge der Liebesbeziehung zu Gott. Wenn wir Ihn lieben, dann fließt daraus ganz natürlich auch die Liebe zu den Notleidenden. Aber alles beginnt mit unserer Hingabe zu Ihm. Denn vor Gott gilt nur das, was aus Liebe zu Ihm getan wurde. Selbst wenn wir unseren Mitmenschen das Allerbeste tun, aber Gott hassen und Ihn verwerfen, ist Nächstenliebe in Gottes Augen wertlos.

Hören Sie die ganze Predigt von Pastor Wolfgang Wegert: „Unberechenbare Liebe“ oder lesen Sie die Abschrift. Sollten Sie den Live-Gottesdienst am Sonntag verpasst haben, können Sie das Video hier anschauen.

Jesus kommt wieder!

„Es ist Sonntag Nummer zwei, wo ihr fehlt! Hier in der Halle ist es wieder leer“, leitete Pastor Christian Wegert seine Predigt am vergangenen Wochenende ein. Der zweite Gottesdienst der Arche, der nur online verfolgt werden konnte. Ungewohnte Stille im Gemeindesaal. Keine fröhlichen Gespräche im Foyer. Auch die lange Schlange vor der Essensausgabe und der Kaffeeduft im Café blieben aus. Doch inmitten der schwierigen Umstände verlor die Predigt ihre Lebendigkeit nicht. Im Gegenteil. 

Leidenschaftlich setzte Pastor Wegert seine Auslegung der Endzeitrede Jesu aus dem Markusevangelium fort: „Trost in Krisenzeiten“. Was schenkt uns Trost in dieser Zeit? Wie können wir hoffnungsvoll in den Tag gehen, wenn bereits ein Schritt in den Supermarkt Weltuntergangsstimmung verbreitet. Kassierer versteckt hinter Schutzwänden, Security-Teams vor den Eingängen: „Immer nur einer zurzeit! Keine Paare, keine Kinder!“. Innerhalb von wenigen Tagen und Wochen hat sich unsere Welt komplett verändert. Das Leben, das wir kannten, gibt es nicht mehr. Und niemand weiß, wie lang die Zeit der Isolation anhalten wird. Niemand, bis auf einer – Gott. 

Seine Allwissenheit darf uns – insbesondere in Zeiten der Angst und Ungewissheit – trösten. Er ist nicht überrascht, Ihm entgleitet nichts. Kein Krieg, keine Seuche, keine Naturkatastrophe dieser Erde kann Ihn erschüttern. 

Gott ist nicht nur allwissend, sondern Er ist es auch, der all dem Leid auf der Welt ein Ende bereiten wird.  Als Christen leben wir in der Erwartung Seiner Rückkehr. Wir wissen nicht, wann es so weit sein wird, aber wir wissen: Jesus wird kommen! Und wenn Er kommt, wird Gott eingreifen und in Ordnung bringen, was durch die Sünde in Unordnung geraten ist: „Dann wird man den Sohn des Menschen in den Wolken kommen sehen mit großer Kraft und Herrlichkeit“ (Markus 13,26).

Deshalb dürfen wir uns freuen – auch in dieser Zeit! Wir sind geborgen in der mächtigen Hand des lebendigen Gottes. Vertrauen Sie Ihm! 

Die Predigt von Christian Wegert ist im Online-Archiv, in iTunes und auf Youtube verfügbar. 

Der Eckstein des Lebens

Seit einigen Jahren veranstaltet die Arche die internationale „Ecksteinkonferenz“. Auch in diesem Herbst wird dieses besondere Wochenende stattfinden. Nähere Infos folgen. 

Doch was genau bedeutet „Eckstein“? Warum wird Jesus in der Bibel als solcher bezeichnet? Im Markusevangelium zitiert Er aus dem Psalm 118: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden.“ 

Als ehemaliger Bauingenieur weiß Wolfgang Wegert, wie groß die Auswirkungen dieses Steins sind. In seiner Predigt am Sonntag erklärte er: Bei einem Hausbau muss genau darauf geachtet werden, dass der Eckstein akkurat eingebaut wird. Nach ihm wird das ganze Haus ausgerichtet. Er gibt den rechten Winkel vor und bestimmt die Stabilität des Gebäudes. Ebenso ist Jesus der Eckstein unseres Lebens. Er ist der Garant, dass unser Glaube im Winkel ist. Möchten Sie gesunden Glauben und gesunde Lehre, dann richten Sie sich an Christus aus!

Ein weiterer Aspekt des Ecksteins ist es, Verbindung und Zusammenhalt zu schaffen. Jesus vereint Nationen und Völker, Männer und Frauen, Brüder und Schwestern – auch Himmel und Erde. Jesus ist der Mittler zwischen Gott und Mensch, der Eckstein der Liebe, der uns eins gemacht hat mit dem Vater. Jesus ist das Zentrum, die Achse, das Herz unseres Glaubens, der Fixpunkt unseres Heils, das A und das O, Anfang und Ende. Ihm gebührt alle Ehre! Die ganze Predigt von Pastor Wegert ist im Arche-Predigtarchiv und in iTunes verfügbar. 

Im zweiten Teil des Gottesdienstes feierte die Arche das neue geistliche Leben in Jesus. Die „Täuflinge“ erzählten der Gemeinde von ihrer Begegnung mit Gott und wurden anschließend, als symbolisches Zeichen ihres Glaubens, von Andy Mertin im Taufbecken untergetaucht. Es war ein ganz besonderer Tag! 

Warum feiern wir Gottesdienst?

Auf der ganzen Welt versammeln sich Christen regelmäßig in Kirchen und Gemeinden. Im Mittelpunkt steht die Anbetung Gottes. Sowohl das Alte als auch das Neue Testament berichten von diesen besonderen Treffen der Gläubigen. Doch was ist die tiefere Bedeutung? Reicht es nicht aus, allein die Bibel zu lesen und zu beten? Warum feiern Christen Gottesdienst?

In seiner Predigt am vergangenen Sonntag führte Christian Wegert fünf wesentliche Gründe für die Versammlung der Gläubigen an. Zwei von ihnen werden im Folgenden näher betrachtet.

1. Wir treten in die Gegenwart Gottes.

Der Hebräerbrief macht deutlich, dass wir bereits jetzt zum Berg Zion, dem himmlischen Jerusalem, gekommen sind (Hebräer 12,22). Gottes Kinder nehmen nicht erst im Himmel an der Anbetung Gottes teil, sondern schon heute, denn es heißt: „…ihr seid gekommen zu dem Berg Zion […] zu der Festversammlung…“ (Hebräer 12, 22-23).

Pastor Wegert erklärte: „Wenn wir als Gemeinde in der Anbetung zusammenkommen, dann treten wir in diese Festversammlung Gottes mit ein. Wir selbst kommen an diesen Ort und unsere Stimmen vereinen sich mit denen, die bereits im Himmel anbeten.“  

2. Gott wird auf besondere Weise verherrlicht.

Warum muss die Anbetung im Rahmen des Gottesdienstes geschehen? In einer Welt von Spotify und high-quality Musikboxen ist es doch auch möglich, in seinen eigenen vier Wänden Lobpreislieder zu singen. Über das Internet findet man außerdem eine große Bandbreite an Predigten. Wozu sollte man sich einer christlichen Versammlung anschließen, wenn es doch so viel leichter geht?

„Es ist gut, wenn Menschen Gott allein loben, aber noch viel herrlicher ist es, wenn sie es gemeinsam tun“, sagte Pastor Wegert. „Eine Geige klingt schön, aber ein Orchester klingt schöner.“ Wenn Christen gemeinsam Gott anbeten, wird Er mehr geehrt. Denn Seine übernatürliche Kraft wird auf besondere Weise deutlich, wenn sich Menschen unterschiedlichster Herkunft, mit verschiedenen Bildungsgraden, Persönlichkeiten und Temperamenten in Einheit versammeln. Diese tiefe Liebe und Verbundenheit untereinander kann nur Gott schenken. Die Versammlung der Christen im Gottesdienst gibt Ihm die Ehre und ist zugleich ein großartiges Zeugnis vor der Welt: „Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt“ (Johannes 13,35).

Wollen wir nicht auch Teil dieser Einheit sein und Gott auf ganz besondere Weise gemeinsam mit unseren Glaubensgeschwistern verherrlichen?

Die ganze Predigt von Christian Wegert „Warum versammeln wir uns zum Gottesdienst?“ ist auf der Arche-Website und in iTunes verfügbar.

Alles für Christus

Pastor Wolfgang Wegert in Glauchau

Am vergangenen Mittwoch veranstaltete die Arche „Evangelium für unser Land“ in der Sachsenlandhalle in Glauchau. Zwischen 250 und 300 Besucher nahmen an dem Gottesdienst teil und freuten sich, Pastor Wolfgang Wegert persönlich kennenzulernen. Für die musikalische Gestaltung sorgte eine kleine Gruppe des Arche-Chores.

Viele Menschen wurden durch die Predigt über Philipper 4,10-13 ermutigt, in der Pastor Wegert über die Zufriedenheit und Dankbarkeit im Evangelium sprach. Die Suche nach Erfüllung bestimmt das Leben unserer Gesellschaft. Dabei endet diese oft in Frustration und eine noch tiefere Leere und Sehnsucht breiten sich in den Herzen aus. Eine Sehnsucht, die allein in Jesus Christus gestillt werden kann.

In persönlichen Gesprächen wurde deutlich, dass viele Besucher durch die Arche ihre Erfüllung im Evangelium finden durften. Dabei gebrauchte Gott die Fernsehsendungen sowie das Buch von Wolfgang Wegert „Das Evangelium kennen und genießen“ auf wunderbare Weise. Immer wieder bedankten Menschen sich für die bibeltreuen, fundierten Predigten. Pastor Wegert und sein Team waren sehr von diesen Zeugnissen bewegt und der Gottesdienst in Glauchau wurde nicht nur für die Besucher, sondern auch für die Arche zu einem großen Segen.

Männerbrunch in der Arche

Zurück in Hamburg sprach Wolfgang Wegert beim Arche-Männerbrunch über das bewegende Lebenszeugnis des Missionars Jim Elliot. Rund 90 Männer trafen sich zum gemeinsamen Frühstück im Arche-Café und erfuhren große Ermutigung durch den Vortrag.

Mit nur 29 Jahren wurde Elliot auf einer Missionsreise von Auca-Indianern getötet. Nach diesem tragischen Verlust veröffentlichte Elizabeth Elliot eine Biografie sowie Tagebucheinträge ihres Mannes, die bis heute Menschen auf der ganzen Welt ermutigen, treu für Jesus zu leben. Denn genau das war Jim Elliots Herzensanliegen: ein Leben der totalen Hingabe für das Evangelium. Sein Motto und ein bekanntes Zitat aus dem Buch „Im Schatten des Allmächtigen“ lautete:

Der ist kein Tor, der verliert, was er nicht behalten kann, aber gewinnt, was er nicht verlieren kann.

Jim Elliot

Jim Elliot war bereit, sein irdisches Leben für Jesus zu geben. Er wusste, dass der wahre Schatz nicht in der Welt lag, sondern in der Ewigkeit bei Gott. Seine Liebe zu seinem Retter war so groß, dass er bis in den Tod für ihn ging. Sind auch wir bereit, alles für Jesus zu geben?

Der Vortrag ist als Audio-Datei im Arche-Predigtarchiv verfügbar.

Töte die Sünde, sonst tötet sie dich!

In unserer heutigen Gesellschaft spricht man nicht über die Hölle. Zumindest zieht man ihre Existenz nicht ernsthaft in Erwägung. Wenn es überhaupt ein Leben nach dem Tod gibt, dann kann es sich nur um das Paradies, den Himmel oder irgendeinen anderen schönen Ort handeln. Davon sind die meisten Menschen überzeugt. Und wenn doch jemand das Thema Hölle aufbringt, wird sie mit einem spaßigen Partyurlaub verglichen. „Im Himmel wäre es bestimmt langweilig. Ich möchte ein bisschen Action“, heißt es dann salopp. Auch Kirchen predigen viel lieber über die Liebe Gottes als über Sein Gericht. Solch harte Worte würden die Gottesdienstbesucher doch nur verschrecken.

Vielleicht hüllen wir uns bei dieser ernsten Thematik lieber in Schweigen, doch die Bibel tut es nicht. Jesus Christus selbst spricht sehr deutlich darüber, was Menschen nach ihrem Tod erwartet, wenn sie ihr Leben ohne Gott führen: die Hölle. Nicht ohne Grund warnt er im Markus-Evangelium: „Und wenn dein Fuß für dich ein Anstoß [zur Sünde] wird, so haue ihn ab! Es ist besser für dich, dass du lahm in das Leben eingehst, als dass du beide Füße hast und in die Hölle geworfen wirst, in das unauslöschliche Feuer, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt“ (Markus 9, 45-46).

Jesus propagiert hier keine Selbstverstümmelung. Seine Sprache ist bildlich zu verstehen. Dennoch verliert der Inhalt dadurch nicht an Ernsthaftigkeit. Die Hand steht für unsere Taten, der Fuß für unseren Lebenswandel und das Auge für alles, was wir begehren. Jeder Punkt für sich birgt eine große Gefahrenquelle. Die Sünde im Leben jedes Menschen ist real. Und Gottes Gericht ist es auch. Wir sind aufgerufen, unsere Herzen zu prüfen und die Sünde zu töten, denn sonst tötet sie uns!

Hören Sie die aktuelle Arche-Predigt von Pastor Andy Mertin: „Zwischen Himmel und Hölle“.

Ein Widerspruch mit Folgen

„Wer ist der Größte?“ Diese Frage beschäftigte die Jünger Jesu (Markus 9, 33 ff). Dabei interessierte sie weniger die Körpergröße als vielmehr die Größe des eigenen Ichs, die Sehnsucht nach Anerkennung. Werfen wir einen Blick auf die heutige Gesellschaft, müssen wir feststellen, dass sich in diesem Punkt nicht viel verändert hat. Das Streben nach Ansehen hat lediglich neue Formen angenommen. Vielleicht vergleichen wir nicht mehr unsere Hektar Land oder unsere Schafsherden, dafür dreht sich jedoch alles um Follower, Likes und Hashtags. 

Die sozialen Netzwerke treffen einen Nerv in unseren Herzen. Sie ermöglichen uns, das Leben genauso zu präsentieren, wie wir es wollen: glückliche Beziehungen, perfekte Kinder, traumhaftschöne Urlaubsreisen und ein tadelloses Aussehen. Natürlich würde niemand auf die Idee kommen, eine Fotosession zu initiieren, wenn alles drunter und drüber geht, die Kinder sich gegenseitig an den Haaren ziehen, ein Ehestreit ausbricht und die unbezahlten Rechnungen den Schreibtisch bedecken. Wir sehnen uns nach Bewunderung. Wir wollen die Größten sein. Es ist, als befänden wir uns auf dem größten Maskenball der Geschichte. 

Aber bei Jesus ist es ganz anders. Gottes Reich braucht keine stolzen, sondern demütige Menschen. Die Lehre der Bibel steht im Widerspruch zur Welt: „Wenn du der Erste sein willst, sei der Letzte.“ Der Ego-Trip ist die Verliererstraße. Stolz dreht sich nur um sich selbst. Wenn wir aber von uns wegschauen, auf Jesus, leben wir zielorientiert und kommen vorwärts. In Demut liegt die Kraft, mit der Gott arbeitet.  

Die aktuelle Predigt von Pastor Wolfgang Wegert aus der Markus-Serie ist jetzt im Arche-Predigtarchiv und auf iTunes verfügbar.  

Eine unsichtbare Realität

„Weiche von mir, Satan!“, sagte Jesus voller Ernst und sah dabei Seinen geliebten Jünger Petrus an. Ein verstörender Moment in der Bibel. Wie konnte Jesus Seinen Jünger mit „Satan“ ansprechen? Wenige Verse zuvor war alles harmonisch. Petrus erkannte auf wunderbare Weise Jesus‘ wahre Identität: Sohn des lebendigen Gottes (Matthäus 16,6). Die Freude war groß, doch dann begann Jesus das erste Mal deutlich von Seinem bevorstehenden Tod zu sprechen. Diese Ankündigung löste in Petrus etwas aus. Sein geliebter Herr sollte sterben? Das konnte und wollte er nicht akzeptieren. In seiner impulsiven Art nahm er Jesus beiseite und „fing an, ihm zu wehren“ (Markus 8,32). Aber Jesus war mit einem Auftrag auf diese Erde gekommen. Am Kreuz sollte Er „der Schlange den Kopf zertreten“ (1. Mose 3,15). Diese Mission galt es auszuführen. Und das wusste der Teufel. Er versuchte alles, um Jesus aufzuhalten. Dafür machte er auch vor dem engsten Jünger nicht Halt.

Petrus erkannte nicht, was gerade passierte. Seine Motivation war nicht, gemeinsame Sache mit dem Teufel zu machen. Stattdessen war es sein Anliegen, Jesus vor dem Kreuz zu bewahren. Er meinte es gut, aber er dachte menschlich. Ihm fehlte die göttliche Perspektive. Der Blick auf die unsichtbare Realität. 

Ebenso stehen auch wir immer wieder in Gefahr, menschlich zu denken. Oft neigen wir dazu, nur nach unserer eigenen Vernunft, unseren Gefühlen oder Vorstellungen zu handeln. Dabei vergessen wir, dass Gott ganz andere Gedanken, höhere Gedanken im Sinn haben könnte. Hinter allem, was Christen erleben, steckt auch ein unsichtbarer, geistlicher Kampf. Darum sollte unser tägliches Gebet sein, nicht menschlich, sondern göttlich zu denken.

Eine kurze Zusammenfassung der aktuellen Predigt „Nicht menschlich, sondern göttlich denken“ von Pastor Wolfgang Wegert. Die Audio-Datei ist im Arche-Predigtarchiv verfügbar.